Steckbrief Gründling

Herkunft

Der Gründling ist in West- und Nordeuropa verbreitet, insbesondere in schnell fließenden Gewässern aber auch in sauerstoffreichen Uferregionen mit kiesig-sandigem Untergrund. Vom Gründling gibt es auch einige regional begrenzte Unterarten, die anhand körperlicher Unterschiede erkannt werden können.

Aussehen

Sein länglicher Kopf verfügt über relativ große Augen und ein unterständiges Maul mit zwei kurzen Bartfäden am Oberkiefer. Der Körper des Gründlings schimmert am Rücken in schwarz-grauen, grünlich-braunen bis hin zu bläulichen Nuancen, während die Flanken wesentlich heller sind und der Bauch eine gut sichtbare weißliche Linie aufweist. An der Seitenlinie sind die Schuppen zum Teil bläulich gefärbt. Insgesamt erinnert der Körper des silberblauen Gründlings mit seiner schlanken, drehrunden Form an einen Torpedo. Das zeigt, dass er ein guter Schwimmer und in stark strömenden Gewässern zuhause ist.

Lebensweise

Seine Nahrung besteht aus Kleintieren wie Krebsen, lebenden Würmern und manchmal auch von Laich – diese sucht er am Bodengrund und wirbelt Schmutz und Sand gerne auf. Auch wenn sich der Gründling zumeist am Gewässergrund aufhält, benötigt er kühles, sauerstoffreiches, strömendes Wasser. Ideal ist ein großer Teich mit guter Filteranlage und Rückströmung, am besten mit einem Bachlauf mit Wasserfall.

Fortpflanzung

Der Gründling ist ein geselliger, friedlicher und vorzugsweise tagaktiver Kaltwasserfisch, dessen Laichzeit bei einer Wassertemperatur von 18°C zwischen Mai und Juni ist. Eine Besonderheit in der Fortpflanzungszeit ist, dass Gründlinge untereinander mittels hörbarer, quietschender Laute kommunizieren. Das Gründlingsweibchen legt bis zu 3.000 Eier ab. Die Larven schlüpfen nach etwa 10 - 30 Tagen (je nach Wassertemperatur) aus den klebrigen Eiern, die an den Wasserpflanzen haften und wachsen schnell.

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