Fachkompetenz Tier
Beratung online & vor Ort
kostenlose Lieferung ab 39€
schnelle Lieferung
kostenlose Retoure

Steckbrief Antennenwels

FAMILIE:
Harnischwelse, Loricariid
WISSENSCHAFTLICHER NAME:
Ancistrus
VORKOMMEN:
Südamerika in unterschiedlichen Gewässerformen
GRÖSSE:
Bis 15 cm
WASSERTEMPERATUR:
Ca. 18 - 28°C
pH-Werte:
Um 7,0
Wasserhärte:
Bis 25°dGH
Pflege:
Einfach, auch in Gesellschaftaquarien, anspruchslos, Versteckmöglichkeiten sind wichtig
NAHRUNG:
Vor allem Pflanzen, Algen, überbrühten Salat und Kohl, Kohlrabischeiben, geschälte Mohrrüben, Flocken- und Tablettenfutter, Tubifex, Wasserflöhe (auch tote), Tiefkühlkost

Der Antennenwels (Ancistrus) gehört zu den Harnischwelsen. Ihren deutschen Namen verdanken diese südamerikanischen Harnischwelse den Auswüchsen auf dem Vorderkopf, die bei den Männchen wie ein Bart aussehen.

Herkunft

Das Vorkommensgebiet des Antennenwelses erstreckt sich vom nördlichen Südamerika bis zum Stromgebiet des Rio de la Plata in Argentinien. Seine Habitate sind vielfältig, sie reichen von schnell strömenden Flüssen bis zu stehenden Gewässern.

Merkmale

Der Antennenwels hat eine dunkelbraune Körperfärbung mit helleren Punkten auf dem Körper und helleren Steifen an ihren Flossen. Sein unterständiges großes Saugmaul ist sehr charakteristisch für ihn. Mit diesem raspelt er unermüdlich Algen von harten Untergründen ab und hält so ganz nebenbei die Scheiben des Aquariums sauber. Er ist dämmerungsaktiv. Zwar sieht man sie zeitweilig auch am Tage, aber richtig munter werden sie erst am späten Nachmittag. Bis dahin verbergen sie sich gern in höhlenartigen Verstecken oder auch nur im Hintergrund des Aquariums hinter Steinen oder Moorkienholzwurzeln.
Die Unterscheidung der Geschlechter ist relativ einfach, denn das Männchen hat an seinem Kopf geweihähnliche Fortsätze. Diese Fortsätze sehen ein bisschen aus wie Antennen, diese haben ihm auch seinen Namen gegeben. Das Weibchen hat nur sehr kleine Fortsätze. Das Männchen bildet Reviere und da der Antennenwels kein Gruppenfisch ist, kann man ihn auch in Einzelhaltung pflegen.

Fortpflanzung

Der Antennenwels ist ein sogenannter Höhlenbrüter. Nach der Befruchtung kümmert sich das Männchen um die Brutpflege in dem er den Laich bewacht und das Gelege bis zum Schlüpfen befächelt. Sobald die Jungen schwimmfähig sind, entweichen sie bald der väterlichen Fürsorge und machen sich selbständig. Jungtiere können noch eine weiße Pünktchenzeichnung auf dem Körper zeigen. Der Antennenwels ist bei der Fortpflanzung sehr produktiv, deswegen sollte man sich gut überlegen ein Pärchen zu halten.

Haltung

Im Aquarium erreicht der Antennenwels eine Länge bis zu 15 cm, ist aber schon halbwüchsig geschlechtsreif. Er benötig nicht viel Schwimmraum, aber er sollte möglichst viele röhrenartige Verstecke, wie etwa Bambus oder Tonröhren haben, die man so einbringt, dass man in diese hineinsehen kann, um den Antennenwels zu kontrollieren. Er kommt mit weichem bis sehr hartem Wasser super klar.

Ernährung

Der Antennenwels ist ein Pflanzenfresser, der sich neben Algen auch von Fasern ernährt, diese holt er sich von Wurzeln. Aus diesem Grund muss mindestens eine echte Hochwurzel im Aquarium sein. Wenn nicht genügend Algenaufwuchs vorhanden ist, geht er an die Aquarienpflanzen. Er raspelt die Blätter ab, so dass dann nur noch ein völlig durchscheinendes Gerippe zurückbleibt. Als Ersatznahrung kann man ihm überbrühten Salat, Chinakohl, angedrückte Erbsen und Futtertabletten anbieten, aber er nimmt auch tote Wasserflöhe und sauber gespülte Tubifex an.

Zum Steckbrief

Weitere Artikel
Steckbrief Kleinohriger Schwimmfarn

Steckbrief Kleinohriger Schwimmfarn

In der Aquaristik spielen Schwimmpflanzen nur eine untergeordnete Rolle, denn man sieht von ihnen nicht gerade viel, höchstens das Wurzelwerk. Nur wenn man die Pflanzen von oben sieht, erkennt man auch ihren Wuchs und die unterschiedlichen Blattformen. weiterlesen »
Steckbrief Seegrasblättriges Trugkölbchen

Steckbrief Seegrasblättriges Trugkölbchen

Diese in Südamerika weit verbreitete Aquarienpflanze gehört seit ihrer Einführung zum Standardangebot. Sie ist anspruchslos und kann in allen Aquarientypen gepflegt werden. weiterlesen »
Steckbrief Schwarzachsel-Schwalbenschwänzchen

Steckbrief Schwarzachsel-Schwalbenschwänzchen

Wer ein großes Meerwasseraquarium besitzt und in ihm einen lebhafteren Schwarmfisch pflegen möchte, findet in Chromis atripectoralis einen dankbaren Gast, denn seine Pflege birgt kaum Schwierigkeiten, wenn man ein paar Voraussetzungen beachtet. weiterlesen »
Steckbrief Gelbsaum-Harnischwels L177

Steckbrief Gelbsaum-Harnischwels L177

Im Englischen nennt man diese Art "Iriri Yellow Seam", das heißt, Gelbsaum Harnischwels aus dem Rio Iriri. Seit einiger Zeit sind die kleiner bleibenden Harnischwelse mit ihrer auffälligen und oft auch hübschen Färbung und Zeichnung beliebt gewordene Pfleglinge. weiterlesen »
Steckbrief Roter Schwertträger

Steckbrief Roter Schwertträger

Zu den auffälligsten Lebendgebärenden Zahnkarpfen gehören die mittelamerikanischen Schwertträger (Xiphohorus helleri), bei denen die Männchen schwertartig ausgezogene Flossenstrahlen der unteren Schwanzflosse besitzen, die bei der Balz eine Rolle spielen. weiterlesen »
Steckbrief Rotaugen-Moenkhausia

Steckbrief Rotaugen-Moenkhausia

Zu den hübschesten Bewohnern unserer Aquarien gehört der Rotaugen-Moenkhausia, dessen deutscher Name ihn deutlich charakterisiert, denn das leuchtende Rot der oberen Iris fällt in jedem Aquarium auf. Er gehört zu der Gattung der echten Salmler, auch wenn er optisch von der Mehrzahl der echten Salmler abweicht. weiterlesen »
Steckbrief Gelber Labidochromis

Steckbrief Gelber Labidochromis

Labidochromis caeruleus "Yellow", welche endemisch (also nur hier) im Malawisee leben, gehören sicherlich zu den meistgepflegten Ostafrikanischen Buntbarschen in unseren Aquarien. Aufgrund der spitz zulaufenden Maulform kann davon ausgegangen werden, dass diese Art sich vorwiegend von kleinen Insekten ernährt, welche sie aus den Ritzen der Felsspalten heraus picken. Sie leben in der Natur in Tiefen zwischen 10 und 20 Metern zwischen Felsen und Sandboden. weiterlesen »
Steckbrief Brokatbarbe

Steckbrief Brokatbarbe

Der lateinische Artname ist in Anführungstriche gesetzt, weil die Art zwar im Handel so bezeichnet wird, aber keinen wissenschaftlichen Namen besitzt, denn es ist noch immer umstritten, ob es sich bei der Brokatbarbe um eine echte, in der Natur vorkommende Art handelt oder lediglich ein Zuchtprodukt, das es in der freien Natur nicht gibt. weiterlesen »
Steckbrief Kleiner Wasserstern

Steckbrief Kleiner Wasserstern

Das einzigartige Erscheinungsbild der Pflanze, mit ihren gewellten und sternförmig arrangierten Blättern, macht sie seit ihrem Bekanntwerden im aquaristischen Hobby Ende der 1990er zu einem echten „Popstar“. Zunächst war die Pflanze nur im Aquascaping bekannt, glücklicherweise ist sie jetzt ein fester Bestandteil in jedem Wasserpflanzenangebot. In diesem Steckbrief möchten wir Dir die besten Tipps geben, dass auch Du langfristige Freude an dieser tollen Vordergrundpflanze hast. weiterlesen »
Steckbrief Neonsalmler

Steckbrief Neonsalmler

Der Neonsalmler ist ein Anfängerfisch, welcher in fast allen Aquarien leicht zu pflegen ist, wenn man darauf achtet, dass er sich am wohlsten, in einer größeren Gruppe von mindestens 8 Exemplaren, fühlt. Er hält sich mehr im unteren Drittel des Aquariums auf und nimmt alles als Nahrung an, was er bewältigen kann weiterlesen »

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.