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Steckbrief Gelber Hawaiiseebader

FAMILIE:
Doktorfische, Acanthuridae, Seebader
WISSENSCHAFTLICHER NAME:
Zebrasoma flavescens
VORKOMMEN:
Hawaii-Inseln, in küstennahen Riffen
GRÖSSE:
Bis ca. 20 cm Körperlänge
WASSERTEMPERATUR:
Ca. 24 - 28°C
NAHRUNG:
Vor allem Algenaufwuchs, nach Eingewöhnung auch Ersatzfutter, wie pflanzenhaltige Flocken, Mysis, Artemia und Krill

In jedem Meerwasseraquarium fällt der Gelbe Hawaiiseebader oder auch Hawaii-Doktorfisch genannt (Zebrasoma flavescens) sofort auf, denn diese Art ist tatsächlich von der Schnauzenspitze bis zur Schwanzflosse quittegelb. Er zählt zu den friedlichsten Doktorfischen. In der Natur ist der Gelbe Hawaiiseebader an Riffe gebunden, da er zu den Pflanzenfressern gehört, die Algen von der Oberfläche der Korallen oder Gesteine abweiden. Dabei nimmt er sicher auch Kleinstlebewesen mit auf, die zwischen und an den Algen leben.

Herkunft

Die Heimat des Gelben Hawaiiseebaders reicht von Hawaii bis Japan. Hauptsächlich findet man den Gelben Hawaiiseebader um die Inseln von Hawaii, aber auch auf den Ryukyu Inseln, den Marshall Islands und dem Great Barrier Reef. Dort lebt er meist in flachen Korallenriffen (2 – 46 m), er bevorzugt Stellen mit wenig Wellengang und Strömung.
In der Natur lebt der ausgewachsene Gelben Hawaiiseebader einzeln, paarweise oder in losen Gruppen. Dagegen leben die Jungtiere einzeln und verstecken sich häufig zwischen den Korallen.

Merkmale

Der Gelbe Hawaiiseebader fällt vor allem durch seine leuchtend gelbe Farbe auf, die am gesamten Körper gleichmäßig ausgeprägt ist. Sobald es dunkel wird verblasst das gelb leicht und die Färbung ändert sich in eine bräunliche Tarnfarbe mit einem weißen Streifen in der Mitte, wenn es hell wird färbt er sich wieder gelb. Am Schwanzflossenansatz hat der Gelben Hawaiiseebader die für Doktorfische typischen Skalpellmesser, diese sind deutlich weiß zu erkennen. Droht ihm Gefahr verteidigt er sich mit diesen sehr scharfen Schuppen. Der einzige Unterschied zwischen Männchen und Weibchen ist die Größe. Die Männchen sind meist größer als die Weibchen und können bis zu 20 cm groß werden.
Den Gelben Hawaiiseebader sieht man im Aquarium die meiste Zeit unterwegs auf Nahrungsuche. Selbst an Stellen, die für unsere Augen nahezu kahl aussehen, pickt er herum und findet noch etwas. Mit seiner spitz zulaufenden Schnauzenpartie kommt er auch in enge Spalten oder zwischen die Äste der Korallenstöcke.

Eigenschaften

Der muntere und aktive Gelben Hawaiiseebader schwimmt gerne durch die Korallen und erkundet das gesamte Becken. Er grast dabei den Aufwuchs auf dem Lebendgestein ab. Wie alle Doktorfische braucht auch er genügend Schwimmraum. Er ist anderen Fischen und Wirbellosen relativ friedlich gegenüber und kann deshalb gut in gemischten Meerwasseraquarien gehalten werden.
Die Stimmung zeigt der Gelben Hawaiiseebader durch die Färbung seiner Augen. Wenn alles in Ordnung ist, dann sind seine Augen hell gefärbt. Ist er aggressiv, dann sind die Augen deutlich dunkler gefärbt.

Haltung

Für seine Pflege eignet sich vor allem ein größeres Aquarium ab 150 cm, denn die Art erreicht doch eine Gesamtlänge bis zu 20 cm, bleibt aber im Aquarium in der Regel kleiner. Oft sind die Gelben Hawaiiseebader untereinander zänkisch oder gar unverträglich, so dass es sich empfiehlt nur ein Exemplar zu pflegen, es sei denn das Becken ist groß genug (mindestens 2000 l) und gut mit Versteck- und Zufluchtsmöglichkeiten ausgestattet, in die sich verfolgte Exemplare zurückziehen können. Tiere, die nicht genug Futter bekommen, magern bald ab, was man deutlich an den Körperseiten erkennt, an denen sich die "Rippen" abzeichnen. Wer also zwei oder mehr Gelbe Hawaiiseebader pflegen möchte, muss seine Pfleglinge ständig im Auge behalten.
Um dem Gelben Hawaiiseebader ein möglichst optimales Wasser zu geben, setzt man einen Abschäumer ein, der das Wasser von belastenden Eiweißstoffen befreit.

Ernährung

Der Gelben Hawaiiseebader ist ein Pflanzenfresser, der sich hauptsächlich vom Algenaufwuchs an glatten Oberflächen ernährt. Deshalb sollte man ihn im Aquarium pflanzlich ernähren. Zwischendurch benötigt er aber auch mal etwas Fleisch. Es bieten sich zur Fütterung Algen, Spirulina, Mysis, Artemia und Krill an.

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