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Steckbrief Süsswasser-Stechrochen

Diese auffällig gefärbten Bodenbewohner mittel- und südamerikanischen Flüsse und Seen sind auch in der Aquaristik beliebt, obwohl auch sie oben auf dem langen dünnen Schwanz zu Beginn des hinteren Drittels einen Stachel besitzen, mit dem sie Wunden schlagen könnten, wenn man nicht sorgfältig mit ihnen umgeht. Doch die Potamotrygon sind von Haus aus friedfertige Knorpelfische, die im Aquarium sogar handzahm werden und sich Futter aus der Hand des Pflegers holen.

Herkunft
Die Süsswasser-Stechrochen leben in Südamerika und halten sich dort in sumpfigen Bereichen, im sandigen Untergrund auf.

Aussehen
Beide Arten erreichen einen Durchmesser von deutlich über 50 cm, teilweise auch bis zu 80 cm. Sie unterscheiden sich in ihrer Färbung des Rückens. Potamotrygon motoro zeigt in seiner hellen, kreisförmigen Zeichnung ein helles "Auge", das den Potamotrygon hystrix fehlt. Männchen und Weibchen unterschieden sich in der Form der Afterflossen. Bei den Weibchen sind die am Schwanzstiel stehenden klein, bei den Männchen sind sie zu einem Begattungsorgan umgewandelt und deutlich länger.

Haltung
Beide Arten benötigen ein großes Aquarium von mindestens 200 cm x 80 cm mit großer Grundfläche von etwa 1 m² je Tier. Sie brauchen Sandboden, in den sie sich auch eingraben können. Der Pflanzenbestand muß so angeordnet sein, dass er am Boden viel Freiraum läßt, denn der scheibenförmige Körper der Stechrochen kann sich nicht zwischen zu enge Abstände bewegen. Sehr gut läßt sich ein Aquarium für Süßwasserrochen mit Hilfe von großen Steinen dekorieren. Wenn man nur an der Rückscheibe kräftige und hochstrebende Pflanzen einsetzt. Feinfiedrige Arten verschmutzen bald und werden unansehnlich, wenn durch die Flossenbewegungen der Rochen Mulm aufgewirbelt wird und in den zerschlissenen Blättern hängen bleibt. An das Wasser stellen sie keine besonderen Ansprüche; es sollte nur nicht zu hart und alkalische sein. Die Temperatur darf am Boden(!) zwischen 24 und 28 °C schwanken.

Ernährung
Rochen nehmen ihre Nahrung vornehmlich vom Boden auf, fressen aber so ziemlich alles, was sie an fleischliger Nahrung bewältigen können. Dazu gehören auch Fische, die sie in Bodennähe dadurch fangen, dass sie sich über sie stülpen und dabei ihre großen Brustflossen nach unten schlagen. Auch Futtertabletten und Pellets nehmen sie an. Rochen verfügen über ein ausgezeichnetes Riechvermögen, mit dessen Hilfe sie auch im Bodengrund verborgene Futtertiere aufspüren können und sich dann herausholen.  

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