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Steckbrief Siberian Husky

Gruppe:
Schlittenhunde
Ursprungsland:
Nordamerika
Zuchtziel/Verwendung:
Schlittenhund, Begleithund
Widerristhöhe:
Rüde 54-60 cm Hündin 51-56 cm
Gewicht:
Rüde 20-28 kg Hündin 16-23 kg
Fellfarbe:
Alle Farben von schwarz bis reinweiß
Charakter:
Riesige Ausdauer, sehr unabhängig, liebevoll und gesellig, Fremden gegenüber nicht misstrauisch
Haltung:
kein Wohnungshund! benötigt intensive Beschäftigung, 1x pro Woche bürsten

Herkunft und Geschichte

Der Siberian Husky ist eine US-amerikanische Hunderasse, die von der FCI zur Gruppe 5 „Spitze und Hunde vom Urtyp“ und dort zur Sektion 1 „Nordische Schlittenhunde“ gezählt wird. Die Herkunft des Huskys liegt im nördlichen Sibirien, wo er den dortigen Nomadenvölkern als Begleiter und Zughund diente. Anfang des 20. Jahrhunderts startete erstmals eine Siberian-Husky-Staffel bei einem Schlittenhunderennen und erzielte sogleich den dritten Platz, wodurch sich die Rasse ab diesem Zeitpunkt immer mehr für den Sport etablierte. Durch seine wendige, athletische und unermüdliche Art feiert der Husky bei diesen Rennen bis heute große Erfolge. 1910 begann der norwegische Musher (Schlittenhundeführer) Leonard Seppala in Alaska die Zucht der Siberian Huskys. Sein Rüde namens Togo ist somit ein wichtiger Vorfahre der heutigen Huskys. Neben ihrem Einsatz als Schlittenhunde sind Huskys heute beliebte Familienhunde.

Aussehen

1) Körperbau

Huskys haben einen rechteckigen Körper, wobei Höhe und Länge in einem angemessenen proportionalen Verhältnis zueinander stehen. Der Schädel wird in Richtung Augen schmaler, der Stopp ist stark ausgeprägt. Die Ohren sind mittelgroß, dreieckig und aufrecht stehend. Die Augen sind blau oder braun. Häufig zeigen sich Anteile beider Farben oder eines der Augen ist blau, das andere braun (Odd-eye). Um die eisigen Temperaturen in seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet überstehen zu können, verfügt der Siberian Husky über eine dichte, isolierende Unterwolle und mittellanges, wasserabweisendes Deckhaar. Dieses zweischichtige Fell dient als Wärmedämmung. Die buschige Rute (sog. Sichelrute) hat keine Unterwolle, jedoch besonders steifes Stockhaar. Die fehlende Unterwolle dient dazu, dass sich der Husky komplett einschneien lassen kann, indem er sich zusammenrollt und die Schnauze unter die Rute steckt, die als Luftfilter und Luftvorwärmung dient. Dadurch können Huskys ihre Nächte auch im Schnee(sturm) verbringen. Die Pfoten sind relativ klein, wodurch der Verlust von Wärme und die Verletzungsgefahr verringert werden.

2) Körpergröße und Gewicht

Rüden erreichen eine Größe von 60 cm und ein Gewicht von 28 kg, während Hündinnen etwas kleiner und leichter sind (bis 56 cm, bis 23 kg).

3) Farben

Die Unterwolle ist weiß, das Deckhaar kann ganz unterschiedliche Farben haben, von Weiß über Grau und Rot bis hin zu Schwarz. Verschiedene Schattierungen sind möglich. Meist ist die Färbung am Rücken besonders kräftig und wird in Richtung Bauch schwächer. Bauch und Brust sind meist weiß. Die Maskierung an der Schnauze ist oft sehr auffällig gezeichnet. 

Charakterzüge und Wesen

Huskys sind intelligente, aufmerksame und anhängliche Hunde. Sie gelten als äußerst menschenfreundlich, kinderlieb und bleiben nicht gerne allein, da sie eine starke Rudelbindung aufweisen. Ihre liebevolle, sanftmütige Art hat zu ihrer Beliebtheit als Begleit- und Familienhund beigetragen. Die gesamte Physis des Huskys ist optimal angepasst an die kalten Winter im Ursprungsgebiet und seine Aufgabe als Zughund. Ihrem Bewegungsdrang muss unbedingt mit entsprechenden Aktivitäten nachgekommen werden, sonst neigt der Husky dazu, sich zum Ärgernis seines Besitzers selbst Aufgaben zu suchen. Es gibt außerdem wohl nichts Traurigeres als den Blick eines Huskys, der täglich nur für kurze Gassirunden nach draußen kommt. Nicht zu unterschätzen ist außerdem sein Jagdtrieb, der frühzeitig in die richtigen Bahnen gelenkt werden sollte. Mitunter können Huskys etwas stur und eigenwillig sein. Sie brauchen einen Besitzer, dessen Urteilsvermögen sie trauen. Bei entsprechender Erziehung sind sie loyale und treue Gefährten. Werden Huskys entsprechend ihren Bedürfnissen beschäftigt und sowohl körperlich als auch geistig ausgelastet, sind die Zuhause anhänglich, verschmust und äußerst liebevoll. Auch gegenüber Kindern sind sie nachgiebig und geduldig.

Passt ein Husky zu mir? Wie muss er gehalten werden?

Aufgrund ihrer Lauffreude und ihres enormen Bewegungsdrangs eignen sich Huskys für sportliche und aktive Menschen, mit denen sie viel unternehmen können. Dies gilt auch für den Winter, denn dann sind Huskys in ihrem Element und wollen am liebsten den ganzen Tag draußen sein. Für ausgiebige Wandertouren, Laufen am Fahrrad oder Jogging lassen sich Huskys jederzeit begeistern und sind dabei treue Gefährten. Auch als Reitbegleithunde oder für verschiedene Hundesportarten sind sie geeignet. Hauptsache, die Bewegung und die Freude am Laufen stehen im Vordergrund. Auch die Köpfchenarbeit sollte dabei nicht auf der Strecke bleiben. Entsprechend ausgelastet und beschäftigt sind Huskys zu Hause tolle Familienhunde, die gerne noch eine Runde mit den Kindern spielen oder sich ausgiebig kraulen lassen.

1) Auslauf

Die gesamte Physis des Huskys ist darauf ausgelegt, lange Strecken zurückzulegen. Auch als Familienhunde gehaltene Huskys benötigen sehr viel Auslauf und Beschäftigung, und das bei Wind und Wetter! Tägliche lange Spaziergänge, sportliche Aktivitäten wie Radfahren oder Schwimmen und Köpfchenarbeit sind das tägliche (!) Pflichtprogramm für Husky-Besitzer. Idealerweise haben Huskys die Möglichkeit, ihrer Leidenschaft nachzugehen – dem Schlittensport. Als Alternativen hierfür eignen sich Canicross, Bikejöring oder Skijöring. Im Sommer sollte die Mittagshitze unbedingt vermieden werden, da Huskys empfindlich auf hohe Temperaturen reagieren. Hier sollten die sportlichen Aktivitäten auf den frühen Morgen oder die Abendstunden verlegt werden.

2) Ernährung

Bezüglich der Ernährung ist zu beachten, dass Huskys idealerweise sehr viel laufen und rennen und daher einen höheren Energiebedarf haben als Hunde, die nur gemütliche Spaziergänge unternehmen. Darüber hinaus sind Huskys nicht selten etwas wählerisch. Eine an den Bedürfnissen des Hundes orientierte BARF-Fütterung ist zu empfehlen, ansonsten können Huskys auch mit hochwertigem und entsprechend energiereichem Trocken- oder Nassfutter ernährt werden. Als nordische Hunderasse ist anzunehmen, dass sie Getreide schlechter vertragen als andere Hunde. Daher sollte das Futter getreidefrei sein. 

3) Pflege

Huskys haben ein recht pflegeleichtes Fell. Während ihres zweimaligen Fellwechsels verlieren sie jedoch sehr viele Haare, weshalb zu diesen Zeiten tägliches Bürsten sinnvoll ist, um lose Haare zu entfernen. Wie bei allen Hunden ist auf Zahn- und Krallenpflege zu achten.

Typische Erkrankungen

Huskys sind robuste Hunde, die nicht übermäßig zu Erkrankungen neigen. Bekannt ist ein häufigeres Vorkommen der Zink-reaktiven Dermatose, einer Hauterkrankung, die daraus resultiert, dass erblich bedingt nicht ausreichend Zink aus der Nahrung aufgenommen werden kann.

Fragen und Antworten zum Husky

1) Ist ein Husky ein guter Familienhund?

Ein Husky kann durchaus als Familienhund gehalten werden, sofern die Besitzer genauso aktiv und sportlich sind wie er selbst. Er braucht sehr viel Bewegung und Aufgaben, um ausgelastet zu sein. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, fügt sich ein Husky in der Regel problemlos in eine Familie ein und bindet sich eng an sein menschliches Ersatzrudel. Auch mit Kindern kommt er gut zurecht. An andere Haustiere wie Katzen, Kaninchen oder Meerschweinchen muss er von klein auf gewöhnt werden, sonst wird er diese als Beute betrachten.

2) Was muss ich beim Kauf von einem Husky beachten?

Zunächst solltest Du Dich ganz ehrlich selbst fragen, ob Du einem Husky gerecht werden kannst. Jeden Tag mehrere Stunden Laufen und Action verlangt einem (berufstätigen) Menschen ganz schön viel ab. Kannst und willst Du das leisten? Lautet die Antwort darauf „Ja“, so solltest Du Dich nach einem seriösen Züchter umsehen. Nur durch den Anschluss an einen Verein ist sichergestellt, dass eine verantwortungsvolle Zucht erfolgt und Du Dich über einen entsprechend gesunden und wesensstarken Welpen freuen kannst. Auch im Tierheim suchen immer wieder Huskys oder Husky-Mischlinge eine neue Familie. Oftmals war die Überforderung des Vorbesitzers der Grund für die Abgabe.

3) Wie gefährlich ist ein Husky?

Keinesfalls ist ein Husky per se gefährlich. Aggressionen sind im Rassestandard absolut unerwünscht und treten nur bei groben Haltungsfehlern auf. Gut sozialisierte Huskys, die ihrer Art entsprechend gehalten werden, sind sanftmütig und freundlich und haben weder mit anderen Menschen noch mit Artgenossen oder Kindern Probleme.

4) Wie viel muss man mit einem Husky laufen?

Ein Husky ist ursprünglich ein Zughund, der dazu gezüchtet wurde, schwere Schlitten bei hoher Geschwindigkeit über weite Strecken zu ziehen. Und das bei eisiger Kälte! Er ist durch und durch ein Arbeitshund, der enorm viel Bewegung benötigt und unbedingt arbeiten will und muss! Ideal ist es natürlich, wenn Du mit ihm Schlittensport betreiben kannst, ansonsten ist es dringend erforderlich, den Husky jeden Tag (!) mit mehreren Stunden sportlicher Aktivität (Fahrradfahren, Schwimmen, Joggen) auszulasten.  

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