Bitte beachten: Durch die Feiertage kann es zu Lieferverzögerungen kommen.

Fachkompetenz Tier
Beratung online & vor Ort
kostenlose Lieferung ab 39€
schnelle Lieferung
kostenlose Retoure

Steckbrief Moderlieschen

FAMILIE:
Karpfenfische (Cyprinidae)
ART:
Leucaspius delineatus
URSPRUNGSGEBIET:
Europa vom Rhein bis zum Kaspischen Meer stehende/langsam fließende, verkrautete Gewässer
GRÖSSE:
Bis ca. 9 cm Körperlänge
WASSERTEMPERATUR:
Ca. 6 - 20 °C, Winterhart
VERHALTEN:
Gruppenfisch
NAHRUNG:
Flockenfutter, Lebendfutter, weiche Pflanzenteile
BESONDERHEITEN:
Frisst weder Amphibieneier noch Larven, Stressempfindlich beim Transport

Das Moderlieschen (Leucaspius delineatus) ist ein einheimischer Biotopfisch, den man in vielen stehenden und langsam fließenden Gewässern findet. Der Name Moderlieschen bezieht sich keineswegs auf den Lebensraum der Fische, sondern leitet sich von „mutterlos“ ab. Der Laich der Fische ist sehr klebrig und haftet hervorragend an Wasservögeln, die ihn so von Gewässer zu Gewässer transportieren. Somit finden sich oft Jungfische in Gewässern ohne erwachsene Moderlieschen.

Haltung und Pflege

Moderlieschen sind sehr friedliche Gruppenfische. Da sie maximal 9 cm groß werden, eignen sie sich auch für kleinere Teiche ab 2000 Litern. In größeren Teichen fühlen sie sich natürlich auch wohl. Bei entsprechender Teichtiefe (mindestens 80 cm, Teich darf nicht durchfrieren), können sie auch im Freien überwintern. Sie verstecken sich gern in dichtem Wasserpflanzenbewuchs, z. B. in Hornkraut und Wasserpest oder unter Seerosen und Schwimmpflanzen. Temperaturen von über 25°C und schlechte Wasserqualität vertragen sie nicht. Dies ist auch bei Aquarienhaltung (Mindestkantenlänge 100 cm) zu beachten. Hältst Du Deine Moderlieschen dauerhaft im Aquarium, dann überwintere sie an einem kühlen Ort. Somit simulierst Du die Jahreszeiten und schonst den Stoffwechsel Deiner Fische!

Tipp: Moderlieschen sind recht stressempfindlich. Dies zeigt sich vor allem beim Transport. Versuche daher Temperaturschwankungen und Erschütterungen während des Transports zu vermeiden!

Fortpflanzung

Moderlieschen vermehren sich in der Regel unkompliziert in Deinem Teich. Die Laichzeit beginnt ab einer Wassertemperatur von ca. 18 °C in der Regel ab Mitte April. Die weiblichen Fische legen ihre Eier in Laichbändern angeordnet in der Nähe der Wasseroberfläche an Substrat wie Pflanzenstängel, Wasserpflanzen, Holz und Wurzeln ab. Nach der Befruchtung betreibt das Männchen eine interessant zu beobachtende Brutpflege. Es bewacht das Gelege und sorgt durch Befächeln mit den Flossen für die Sauerstoffversorgung. Der Schlupf der Jungfische erfolgt ca. 10 Tage nach der Befruchtung.

Tiergerechte Ernährung

Moderlieschen sind Allesfresser. Sie nehmen sowohl Flockenfutter als auch Lebend- und Frostfutter gern an. Kleine, weiche Pflanzenteile werden auch nicht verschmäht.

Warum Moderlieschen?

Du suchst einen Gruppenfisch für Deinen kleineren Biotopteich? Mit dem Moderlieschen hast Du ihn dank seiner geringen Endgröße gefunden. Der weitere große Vorteil des Moderlieschens:
Die Fische fressen weder Amphibieneier noch deren Larven und eigenen sich somit ausgezeichnet als Besatzfisch für von Amphibien bewohnte Naturteiche!

Weitere Artikel
Steckbrief Shubunkin

Steckbrief Shubunkin

Der Shubunkin ist eine japanische Zuchtvariante des Goldfisches. Er ist ein friedlicher und geselliger Fisch, welcher in einer Gruppe von mindestens 5 Fischen gehalten werden sollte. weiterlesen »
Steckbrief Nase

Steckbrief Nase

Nasen sind strömungsliebende Schwarmfische, werden ca. 25 – 40 cm groß und können bis zu 1.000 g auf die Waage bringen. Werden sie im Teich gehalten, so sollte dieser entsprechend groß sein und neben guten Wasserwerten auch einen hohen Sauerstoffgehalt aufweisen. weiterlesen »
Steckbrief Rotfeder

Steckbrief Rotfeder

Die Rotfeder (Rutilus erythrophthalmus) ist eine in Europa weit verbreitete Kaltwasserfischart. Namensgebend sind ihre rot gefärbten Flossen. Sie lässt sich gut mit Fischen, die ähnliche Ansprüche haben, in einem entsprechend großen Teich vergesellschaften. weiterlesen »
Steckbrief Goldfisch

Steckbrief Goldfisch

Der Goldfisch, wie wir ihn heute kennen, entstand vor etwa 1.000 Jahren in China durch züchterische Selektion und ist der erste Zierfisch, der ohne wirtschaftlichen Grund oder Nutzen gezüchtet und als Heimtier gehalten wurde. weiterlesen »
Steckbrief Bitterling

Steckbrief Bitterling

Der Bitterling ist ein kleiner, graugrün gefärbter Fisch mit silbrig schimmernden Flanken, der in verschiedenen Regionen Europas beheimatet ist. Seinen Namen verdankt er seinem bitteren Geschmack. In wirtschaftlich schlechten Zeiten war der Bitterling ein Speisefisch. weiterlesen »
Steckbrief Regenbogenelritze

Steckbrief Regenbogenelritze

Regenbogenelritzen (Notropis chrosomus), auch "Rainbow Shiner" genannt, fallen sofort durch ihre Farbenpracht auf. Doch sie sind nicht nur ein optische Highlight im Kaltwasseraquarium oder Gartenteich, sondern auch unkompliziert in Haltung und Pflege. weiterlesen »
Steckbrief Malermuschel

Steckbrief Malermuschel

Die Malermuscheln sind ein hervorragender Biofilter für jeden Teich, da sie täglich bis zu 80 Liter Wasser durch ihre Atemöffnung pumpen und dabei Kleinstlebewesen und Plankton aus dem Wasser filtern. Da die Muschel keine höheren Temperaturen verträgt, sollte der Teich über eine gute Umwälzung und eine ausreichende Tiefe verfügen. weiterlesen »
Steckbrief Teichmuschel

Steckbrief Teichmuschel

Die Teichmuschel ist in der Lage bis zu 40 l Wasser in der Stunde zu filtrieren und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Wasserpflege. Am Bodengrund sind die Tiere recht beweglich und können sich, z.B. beim Ablassen eines Teiches, meterweit ins Wasser zurückzuziehen. weiterlesen »
Steckbrief Bachschmerle

Steckbrief Bachschmerle

Die Bachschmerle wird auch Schmerle, Bart- oder Steingrundel genannt. Vermutlich ist ihr Name auf ihre schleimige Haut zurückzuführen, denn „Schmerle“ stammt aus dem Mittelhochdeutschen und „schmerl“ bedeutet fettig. weiterlesen »
Steckbrief Javafarn

Steckbrief Javafarn

Javafarn eignet sich gut für ein Aquaterrarium oder Paludarium, weil der Farn in einer Umgebung mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit leben und wachsen kann; man darf ihn nur nicht austrocknen lassen! In der Aquaristik pflegt man ihn aber nur in seiner Unterwasserform, die im Aussehen sich völlig von der Landform unterscheidet. weiterlesen »

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.