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Adoptionsgeschichte Shuri und Asha

Hola, mis queridos! Somos Shuri y Asha

Oh Entschuldigung! Wir haben völlig vergessen, dass Ihr (wahrscheinlich) gar kein Spanisch sprecht!
Also nochmal von vorne. Hallo ihr Lieben! Wir heißen Shuri (ehemals Mei) und Asha (ehemals Hope). Wir sind zwei Galgo Español und seit dem Frühjahr 2021 in Deutschland. Ursprünglich stammen wir aus Córdoba in Südspanien und wurden vom Verein „Tierschutz Spanien e. V.“ nach Deutschland vermittelt. Was uns nach Deutschland, genauer gesagt nach Karlsruhe verschlagen hat, ist eine längere Geschichte, die ihr hier nachlesen könnt.

Wie das Galgo-Fieber begann

2004 adoptierte unser Frauchen von „Tierschutz Spanien e. V.“ ihre erste Galgohündin namens Estrella. Vertreter unserer Rasse sah man damals noch sehr selten in Deutschland und unser Frauchen fragte sich auch das eine oder andere Mal, ob sie da tatsächlich einen Hund oder eher eine Katze bei sich aufgenommen hatte, wenn Estrella sich zuhause am liebsten auf der Couch fläzte, kein Interesse daran zeigte, den Briefträger zu begrüßen und bei Regen am liebsten gar nicht das Haus verlassen wollte. Aber das Galgo-Fieber war geweckt! 2007 adoptierte Frauchen dann zusammen mit unserem Herrchen Baghira – ebenfalls eine Galga.
Estrella musste leider im August 2020 mit 16 Jahren wegen einer altersbedingten und nicht behandelbaren Herzerkrankung eingeschläfert werden, Baghira folgte ihr ein halbes Jahr später auf Grund eines aggressiv metastasierenden Krebsleidens über die Regenbogenbrücke. Plötzlich fehlte ein wesentlicher Teil im Leben unseres Frauchens und Herrchens. Und da kamen wir ins Spiel!

Shuri und Asha

Zwar heißt der Ausspruch ursprünglich „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“, aber für Frauchen und Herrchen trifft das auf eine gänzlich andere Rasse zu: Galgos! Also schauten die beiden unabhängig voneinander immer mal wieder auf der Homepage von „Tierschutz Spanien e. V.“ - der Verein, von dem schon Estrella und Baghira adoptiert waren. Während die meisten Adoptionskandidaten recht schnell ein neues Heim fanden und von der Homepage verschwanden, blieb eine große schwarze dreijährige Galgohündin stets zurück. Eine große Narbe unbekannter Herkunft an ihrem Rücken schreckte wohl viele Interessenten ab. Als Frauchen dann eines Sonntags den dringenden Aufruf des Tierschutzvereins las, dass Shuri nun schon viel zu lange auf ihr neues Leben wartete, war klar: Trauerphase hin oder her, sie darf kommen!

Nachdem der Kontakt zur Tierschutzorganisation aufgefrischt, die Selbstauskunft ausgefüllt und die obligatorische Platzkontrolle durchgeführt waren, konnte Shuri am 10.04.21 in ihr neues Leben starten.

Asha folgte dann fünf Wochen später, nachdem schnell klar war: Ein Windhund ist kein Windhund. Auch die dreijährige Asha hat ein kleines Handicap: Ihre Rute war mit Wunden übersät und mehrfach gebrochen, als sie aus der Tötungsstation gerettet wurde und musste trotz sofortiger medizinischer Versorgung zu zwei Dritteln amputiert werden.

Dazu muss man wissen, dass wir Galgos seit langem in Spanien für die Hasenjagd gezüchtet werden. Deshalb sind wir super schnell, wenn es darauf ankommt! Leider werden wir, wenn wir nicht gut genug bei der Jagd sind, uns verletzt haben oder einfach schon etwas älter sind, auch super schnell uninteressant für unseren Jäger und dann aussortiert. Wenn wir dann “Glück” haben, landen wir auf der Straße oder in einer Tötungsstation, wo zumindest eine kleine Chance besteht, von einer Tierschutzorganisation gerettet zu werden. Wenn nicht, endet unser Lebensweg auch mal am nächsten Baum..

Asha am Tag ihrer Rettung aus der Tötungsstation (Perrera Córdoba).

Für uns beide hat sich das Schicksal aber zum Guten gewendet! Wir wurden vor unserer Abreise noch kastriert, auf Mittelmeerkrankheiten getestet und gegen Parasiten behandelt und fuhren dann jeweils Freitagmorgens mit dem Auto in Südspanien los und konnten dann am Tag darauf in der Nähe von Stuttgart in Empfang genommen werden und in unser neues Leben starten.

Unser neues Leben

Das neue Leben war zu Beginn erstmal ein bisschen gruselig! Wir sollten plötzlich in einem Haus leben, zusammen mit Menschen! Wir haben aber schnell gemerkt, dass die Menschen ganz lieb sind und vor allem genau wissen, was wir gerne fressen mögen. Und es gibt jeden Tag genug zu fressen!
Auch, dass wir unser Geschäft nicht da machen sollten, wo wir gerade stehen, sondern draußen (früher waren wir immer draußen!) haben wir recht schnell gelernt. Anfangs hat es uns aber schon ein bisschen gewundert, warum Frauchen und Herrchen so fasziniert von Rasenflächen waren und mit uns stundenlang dort hin- und herlaufen wollten, während sie magische Beschwörungsformeln gemurmelt haben. Wenn wir uns dann erleichtert hatten, sind sie aus ihrer Trance erwacht und haben sich riesig gefreut.
Zum Schlafen haben wir uns erstmal einen sicheren Platz gesucht, am besten unterm Tisch. Aber nur solange, bis die Menschen zugelassen haben, dass sich dort ein unheimliches Plüschmonster ausbreitet. Erst nach der zweiten Nacht war klar, dass das Monster ein Hundebett und dafür gedacht war, dass wir es bequemer haben. Das hat sich dann aber auch schnell erledigt, als wir mutiger geworden sind und das GANZ GROSSE WEICHE HUNDEBETT für uns erobert haben. Wir teilen aber gerne und lassen Frauchen und Herrchen bei uns schlafen, wenn sie nicht versuchen, sich breit zu machen. Mit unseren langen Beinen benötigen wir halt viel Platz, wenn wir auf der Seite schlafen; da können wir doch nichts dafür!

Frauchen und Herrchen sind ja der Meinung, dass man sich genau im Klaren sein muss, auf was man sich mit uns Galgos einlässt. Kommandos lernen und exakt ausführen finden wir nämlich eher doof (wir haben unseren eigenen Kopf und sind dabei sehr sensibel) und unser Jagdtrieb ist meist sehr ausgeprägt (gibt es etwas Schöneres, als über Felder zu hetzen?). Deshalb dürfen wir auch fürs Erste nur in eingezäunter Umgebung von der Leine. Manche von uns bringen auch Mittelmeerkrankheiten mit, die zwar für unsere Menschen unproblematisch, aber für uns selbst zum Teil mit lebenslangen Einschränkungen und Behandlungen verbunden sind. Abhängig davon, was wir in Spanien erlebt haben, finden wir auch Kinder, Männer oder generell (fast) alle Menschen zu Beginn oder dauerhaft gruselig. Es kann also passieren, dass wir uns niemals in Menschenansammlungen wohl fühlen und uns auch nicht von Fremden anfassen lassen wollen. Das muss ein gutes Frauchen oder Herrchen einfach wissen und akzeptieren.
Dafür können wir eines besonders gut: Friedlich zusammenleben und unseren Menschen ganz viel Zuneigung und Liebe geben.

Fazit

Galgos sind besondere Hunde, mit besonderem Aussehen, besonderen Anforderungen, aber auch besonderen Gaben. Wenn bei Dir Interesse geweckt worden ist und Du diesen bezaubernden Hunden helfen möchtest, wende Dich am besten direkt an „Tierschutz Spanien e. V.“ oder eine andere in Spanien aktive Tierschutzorganisation. Viele Galgos befinden sich auch schon auf Pflegestellen in Deutschland und können dort kennengelernt werden. Kölle Zoo unterstützt die Adoption von Tieren aus Tierheimen bzw. von Tierschutzorganissationen. Seit 2015 sind wir Partner der Tierheimhelden, einer Plattform zur Vermittlung von Tierheimtieren. Unter dem Punkt „Adoption“ auf unserer Homepage für Deutschland werden Tierheimtiere vorgestellt, die ein neues Zuhause suchen. Unser Markt in Esslingen verfügt über ein digitales Adoptionscenter. Vielleicht findest Du da dort Deinen zukünftigen Mitbewohner? „Adoptieren statt kaufen" beschränkt sich übrigens nicht nur auf Hunde und Katzen, sondern schließt alle Tiere ein, die von einem Tierheim bzw. einer Tierschutzorganisation übernommen werden. Weitere Infos zur Initiative „Adoptieren statt kaufen" kannst Du hier nachlesen.

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