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Blähungen beim Hund

Entweicht Deinem Vierbeiner ab und an ein Pups, ist das ganz normal und kein Grund zur Sorge. Wenn die Darmwinde jedoch größere Ausmaße annehmen und sich vielleicht auch andere Symptome dazugesellen, solltest Du der Sache auf den Grund gehen, denn anhaltende Blähungen deuten meist auf ein Verdauungsproblem hin.

Wodurch Blähungen entstehen können

Durch eine Überproduktion von Darmgasen entstehen Blähungen, oft begleitet von hörbaren Magen- und Darmgeräuschen wie Grummeln, Rumoren und Blubbern und/oder einem aufgeblähten Bauch. In den meisten Fällen liegt die Ursache dafür in der Ernährung oder dem Verdauungssystem.

Hier eine Übersicht über die möglichen Ursachen für Blähungen:

  • Unverträglichkeit gegenüber dem Futter oder bestimmten Futterbestandteilen (Getreide, Hülsenfrüchte, Gluten, Laktose, Zucker, Fett)
  • Schlechtverdauliches, minderwertiges oder getreidehaltiges Futter
  • Zu großer Ballaststoff-Anteil im Futter
  • Füttern von Essensresten oder Tischabfällen
  • Zu kaltes Futter (sollte besser zimmerwarm sein)
  • Futtermittelallergie (ist wesentlich seltener als Unverträglichkeit)
  • Durch zu hastiges Fressen/Schlingen gelangt viel Luft in den Verdauungstrakt
  • Reizdarm oder andere Magen-/Darm-Erkrankungen (z.B. Magen- oder Darmschleimhautentzündung)
  • Geschädigte Darmflora (z.B. nach einer Behandlung mit Antbiotika)
  • Stress, Angst und Aufregung
  • Parasitenbefall (z.B. Würmer, Giardien)
  • Fressen von Kot und Aas
  • Zu wenig Bewegung

Was Du tun kannst

Reiche Deinem Vierbeiner das Futter stets zimmerwarm und sorge dafür, dass er es in Ruhe und ohne Ablenkung fressen kann. Vor allem kurznasige Rassen neigen dazu, beim Fressen und Trinken zu viel Luft aufzunehmen. Ihnen sollten Futter und Wasser besser erhöht gereicht werden. Falls Dein Hund sein Futter gierig herunterschlingt, hilft ein Anti-Schling-Napf, der ihn zum langsamen Genießen zwingt. Hast Du mehrere Hunde, sollte jeder seinen eigenen, festen und ungestörten Futterplatz haben.
Generell solltest Du nichts von Deinem Essen „abgeben“ – auch wenn Dich Dein tierischer Liebling mit großen, treuen Augen ganz lieb darum anbettelt. Gib ihm stattdessen lieber in Maßen gesunde Leckerlis und achte darauf, dass er jeden Tag ausreichend Bewegung hat. Drehe am besten nach jeder Mahlzeit eine kleine Runde mit Deinem Liebling, denn Bewegung tut seiner Verdauung gut. Verzichte jedoch seinem Magen zuliebe auf Spielen und Toben während des Verdauungsspaziergangs.
Jegliche Kot- oder Aasfresserei solltest Du während dem Gassigehen unterbinden, denn dabei können Parasiten übertragen werden. Bei Hunden, die häufig Kot „naschen“, kann eine Mangelversorgung dahinterstecken, meist ist die Ursache jedoch unklar. Manche Hundefreunde schwören bei Kotfressen auf ein Stück Harzer Käse, den ihre Vierbeiner gern als Ersatz nehmen. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.
Zu guter Letzt kannst Du seinen Speiseplan checken und ggf. das Futter umstellen. Das sollte jedoch in Etappen und keinesfalls von heute auf morgen passieren. Bei Verdacht auf eine Futterunverträglichkeit kannst Du mit dem Tierarzt eine Ausschlußdiät durchführen.

Bei ungewöhnlichem Verhalten sofort zum Tierarzt

Vorübergehende Flatulenzen, wie der Mediziner die Pupsereien nennt, sind meist harmlos. Ein häufiges Auftreten der Darmwinde kann aber auch ein Hinweis auf ernsthafte Erkrankungen sein. Bei auffällig heftigen Schmerzen bitte immer unbedingt zum Tierarzt gehen, es kann eine Kolik sein!
Beobachtest Du bei Deinem Hund einen aufgeblähten Bauch und zeigt er sich unruhig, macht einen Katzenbuckel oder begibt sich in die sogenannte „Gebetsstellung“ (Vorderpfoten langgestreckt, Hinterteil nach oben wie bei der Aufforderung zum Spielen), solltest Du direkt mit ihm zum Tierarzt! Es kann sich um eine Magendrehung oder einen Darmverschluss handeln, bei dem jede Minute zählt und über Leben oder Tod entscheidet!

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