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Demenz bei Katzen

Unsere Samtpfoten können dank optimaler Fütterung, Pflege und tierärztlicher Versorgung immer älter werden. Das ist Fluch und Segen zugleich. Denn zwar haben wir so eine längere gemeinsame Lebenszeit, doch machen typische altersbedingte Erkrankungen dann natürlich auch vor unseren Katzen nicht halt.

Alterskrankheiten: Demenz

Demenz ist eine häufige Alterskrankheit und kann bei uns Menschen und unseren Haustieren auftreten. Die Ursache sind Eiweißablagerungen im Gehirn, die den Informationsfluss stören. Je älter wir und unsere Haustiere werden, desto wahrscheinlicher ist das Auftreten einer Altersdemenz. Allerdings ist Demenz meist nicht die einzige Erkrankung, die eine ältere Katze plagt. Hinzukommen können noch Arthrose, Augenprobleme, Diabetes, Hörschwierigkeiten, Nieren-, Blasen- und Lebererkrankungen, Verstopfung und Zahnprobleme.

Demenz: Anzeichen bei der Katze erkennen

Woran erkennst Du eine demente Katze? Hier einige typische Anzeichen:

  • Katze erkennt Bezugsperson nicht mehr
  • Katze wandert unruhig und ziellos umher
  • Katze schreit und maunzt viel, vor allem nachts
  • Katze wird plötzlich unsauber
  • Katze zieht sich mehr und mehr zurück, wirkt depressiv oder scheu und ängstlich bzw. aggressiv
  • Katze erscheint nach dem Aufwachen zunächst orientierungslos und braucht einige Zeit um sich zurecht zu finden.
  • Fressverhalten ändert sich
  • Mangelnde Fellpflege

Tipp: Einige der genannten Symptome treten aber auch bei anderen Erkrankungen auf. Wenn Deine Katze eine der oben aufgeführten Verhaltensweisen zeigt, stelle sie bitte unbedingt einem Tierarzt vor, um Ursachenforschung zu betreiben! Dein Tierarzt kann Dich auch im Hinblick auf Behandlungsmöglichkeiten und Futterzusätze beraten.

Vorbeugung von Demenz

Demenz ist leider weder bei Mensch noch Tier heilbar, aber alle Formen von Gehirnjogging eignen sich zur Vorbeugung. Fordere Deine Katze geistig indem Du viel mit ihr spielst, ihr Intelligenzspielzeug anbietest und auch Leckerlies im Haus versteckst. Clicker-Training ist auch vorvorragend geeignet. Bei all diesen Beschäftigungsmöglichkeiten solltest Du dennoch die Grenzen Deiner älteren Katze im Blick behalten und berücksichtigen.

Zusätzliche Unterstützung für die Katze

Um Deiner Katze das Leben im Alter zu erleichtern, kannst Du einiges unternehmen:

  • Biete Deiner Katze Routine im Tagesablauf, das schafft Sicherheit.
  • Bitte stelle keine Möbel um, damit sich Deine Katze leichter orientieren kann.
  • Schaffe Rückzugsmöglichkeiten und bequeme, leicht zu erreichende Schlafplätze für Deine Katze.
  • Akzeptiere das höhere Ruhebedürfnis Deiner Katze und das sie eventuell keinen Freigang mehr möchte.
  • Apropos Freigang: Falls Deine Katze trotz Demenz Freigang hat, ist zu überlegen, ob Du ihr nur noch gesicherten Freigang, z. B. in einer Katzenvoliere bietest. Die Gefahr, dass Deine Samtpfote den Nachhause-Weg nicht mehr findet, ist bei einer dementen Samtpfote deutlich höher.
  • Kennzeichne Deine Katze z. B. mittels Tätowierung oder registriertem Chip, falls sie doch einmal abhandenkommt.
  • Biete Deiner Katze eine flache, leicht zu erreichende Katzentoilette an. Es kann sich auch bewähren, mehrere Katzentoiletten aufzustellen, damit die Katze kürzere Wege hat.
  • Ein Senioren-gerechter Kratzbaum mit weichen Liegeflächen und gut zu erreichenden Ebenen sorgt für Wohlbefinden.
  • Futter- und Wassernäpfe sollten für Deine Katze leicht zu erreichen sein. Bei stark beeinträchtigten Katzen hat es sich bewährt, Futter- und Wasserstellen in mehreren Räumen einzurichten.
  • Füttere bei Zahnproblemen am besten ein Nassfutter bzw. weiche das Trockenfutter mit Wasser etwas ein, um Deiner Katze das Fressen zu erleichtern.
  • Übernimm die Fellpflege für Deine Katze, wenn sie nicht mehr so kann wie sie will. Deine Katze wird es Dir danken!

Und das wichtigste zum Schluß: Genieße die Zeit mit Deiner Samtpfote!

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