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Die häufigsten Parasiten im Überblick

Parasiten sind unliebsame Besucher, die Mensch und Tier heimsuchen können. Dabei wohnen die Plagegeister dann nur zeitweise oder auch dauerhaft auf oder im Wirtskörper. Die außen am Körper anzutreffenden Parasiten werden Außenparasiten bzw. Ektoparasiten, die im Körperinneren lebenden Parasiten Innenparasiten bzw. Endoparasiten genannt. Es gibt ganz kleine Parasiten, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind und auch sehr groß werdende Exemplare, wie z. B. verschiedene Bandwurmarten. Eine Gemeinsamkeit haben aber alle Parasiten – sie schmarotzen von ihrem Wirt.

Manche Parasiten schaden ihrem Wirt (fast) nicht, vor allem wenn sie ihn nur in geringer Stückzahl besiedeln. Andere Parasiten dagegen können den Wirt schwer erkranken lassen und sogar zum Tod führen. Parasitenbefall ist daher sehr ernst zu nehmen und sollte immer in Absprache mit dem Tierarzt behandelt werden. Nicht zuletzt können einige der Parasiten, die bei Hund und Katze vorkommen können, auch uns Menschen befallen und teilweise schwere Erkrankungen hervorrufen.

 

FlöheParasiten_Floh

Sie sind die Nr.1 der Plagegeister, denn sie machen es sich nicht nur im Fell ihres Wirts bequem, sondern auch überall dort, wo sich das Tier am meisten und am liebsten aufhält. Das macht die Flohbekämpfung zu einer besonderen Herausforderung! Hinzu kommt, dass Flöhe auch Bandwürmer übertragen können. Daher sollte bei einem Flohbefall auch an eine Entwurmung gedacht werden.

Um wirksam gegen Flöhe vorzugehen, ist Ausdauer und Gründlichkeit gefragt. Fellflöhe können wirkungsvoll mit einem Shampoo oder Spot-on-Präparat beseitigt werden. Die Umgebung und alle Textilien, mit denen das Tier in Berührung gerät, werden nur durch regelmäßiges und besonders gründliches Putzen bzw. Waschen bei hohen Temperaturen sowie durch Behandlung mit Flohsprays und –puder flohfrei. Ein oder mehrere Fogger (Vernebler; je nach Größe der zu behandelnden Fläche werden ein oder mehrere benötigt) leisten hierbei ebenfalls gute Dienste. Flohpuppen und –larven sollten aus Teppichen geklopft oder gesaugt werden. Nicht vergessen: Den Staubsaugerbeutel bitte umgehend entsorgen!

Wichtig: Flöhe können neben Hund und Katze auch uns Menschen befallen.

 

Zecken

Parasiten_Zecken

Von Frühjahr bis in den Herbst hinein sollten Hunde und Katzen nach jedem Gassi- bzw. Freigang auf Zecken untersucht werden. Haben sich Zecken festgebissen, sollten sie schnell und vollständig entfernt werden. Das geht am einfachsten mit einem Zeckenhaken oder einer Zeckenkarte. Bitte dabei darauf achten, dass der Körper der Zecke nicht gequetscht wird, da sie ansonsten infizierten Speichel in die Wunde abgibt.

Wichtig: Zecken haben keinen „Schraubverschluß“, man muss sie also weder mit noch gegen den Uhrzeigersinn herausdrehen. Das Beträufeln mit Öl, Sekundenkleber o. ä. führt dazu, dass die Zecken im Todeskampf Speichel und Mageninhalt in die Bissstelle erbrechen. Hierbei besteht dann ähnlich wie beim Quetschen eine erhöhte Infektionsgefahr, daher ist von diesem Vorgehen dringend abzuraten!

Trotz aller Vorsicht und Sorgfältigkeit beim Entfernen kann es passieren, dass der Kopf der Zecke steckenbleibt und nur der Zeckenkörper entfernt wurde. In diesem Fall die Stelle sorgfältig desinfizieren und den Zeckenkopf von einem Tierarzt entfernen lassen. Danach die Stelle eine Zeitlang gut beobachten. Treten Veränderungen rund um die Bissstelle (z.B. Schwellungen, Rötungen) oder andere Krankheitserscheinungen wie Fieber, steifer Gang, Gelenkschwellungen und blase Schleimhäute auf, stelle Dein Tier bitte unbedingt einem Tierarzt vor.

Wichtig: Zecken können schwerwiegende Krankheiten wie Babesiose, beim Hund auch Hundemalaria genannt und auch andere für den Menschen sehr gefährliche Erkrankungen (z. B. Borreliose, FSME) übertragen. Bringt Dein Haustier unfreiwillig Zecken mit nach Hause, so können diese auch alle im Haushalt lebenden Menschen befallen.

 

Milben

 Parasiten_Milben

Mit einer Größe von 0,2-0,4 mm sind Milben mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Insgesamt gibt es über 20.000 Arten von Milben. Zu den bekanntesten zählen die Nahrungsmilben und die Hausstaubmilben. Unter den Tierhaltern sind auch Ohrmilben, Haarbalgmilben (z. B. Demodex), Raubmilben und Grabmilben (z. B. Sarcoptes; Räudemilben) bekannt und gefürchtet.

Meist stecken sich die Tiere bei Artgenossen an oder bringen sie von Spaziergängen mit. Ein Milbenbefall kann monatelang symptomlos sein und sich erst bei einem massiven Befall mit quälendem Juckreiz, entzündlichen Reaktionen sowie Schuppen- und Krustenbildung und durch Haarausfall äußern. Bei diesen Symptomen sollte das Tier umgehend einem Tierarzt vorgestellt werden.

Bei der Bekämpfung von Milben sind Geduld, Gründlichkeit und ein konsequentes Vorgehen gefragt. Der Behandlung mit Bädern, Puder und Sprays sollten alle Tiere im Haushalt vorsorglich unterzogen werden und sämtliche Textilien der Tiere sollten gründlichst gewaschen werden.

 

Läuse und Haarlinge

 Parasiten_Laus

Läuse werden bis zu 5 mm groß und saugen zumeist Blut und legen ihre Eier (Nissen) mit Hilfe eines klebrigen Sekrets im Fellkleid ihres Wirts ab. Es gibt auch Arten, die sich von Hautschuppen und Haaren ernähren – diese werden Haarlinge genannt.
Eine erfolgreiche Bekämpfung umfasst neben der Behandlung des Tieres mit Bädern, Sprays und Puder auch eine gründliche Reinigung von Decken, Bettchen und Lieblingsorten. Diese Prozedur sollte nach etwa 1-2 Wochen wiederholt werden, da Eier meist nicht vollständig abgetötet werden und den zwischenzeitlich geschlüpften Larven mit der Folgebehandlung der Garaus gemacht wird.

 

Würmer

Parasiten_Würmer

Die bei Hund und Katze anzutreffenden Würmer sind Endoparasiten, die sich im Körper ihres Wirts einnisten und z. B. im Darm von dessen Nahrung schmarotzen. Aber auch Larvenstadien der Würmer können Organe wie etwa Leber oder Lunge befallen und dort Schaden anrichten. Viele Wurminfektionen, die mit einem geringen Befall einhergehen, verlaufen scheinbar harmlos und meist ohne Symptome. Ein massiver Befall führt zu erheblichen gesundheitlichen Problemen, schweren Folgeerkrankungen oder gar zum Tod.

Die Ansteckungsmöglichkeiten sind vielfältig. Meist nehmen die Tiere draußen beim Schnüffeln, Lecken und Fressen von infizierten Tieren oder deren Kot die Wurmeier auf.
Bestimmte Wurmarten wie der Gurkenkernbandwurm werden bei der Fellpflege durch verschluckte infizierte Flöhe übertragen. Ungeborene Welpen können sich über das Muttertier mit Spulwürmern infizieren und Hakenwurmlarven sind in der Lage, die Haut zu durchdringen.

Bei einer frühzeitigen Behandlung ist die Prognose meist gut.

Lasse Dich bezüglich der optimalen Entwurmung unbedingt von Deinem Tierarzt beraten und bedenke, dass eine Wurmkur immer nur bereits vorhandene Würmer abtötet und keine Prophylaxe für eine Erst- oder Neuinfektion darstellt.

Wichtig: Einige der bei Hund und Katze vorkommenden Endoparasitenarten (z. B. Hundebandwurm, Hunde- und Katzen-Spulwurm) können beim Menschen schwere Erkrankungen hervorrufen. Besonders gefährdet sind Kinder, alte Menschen und Menschen mit Einschränkungen des Immunsystems.

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