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Katze verweigert Futter - Tipps und Tricks

Katzen sind von Natur aus wählerisch. Warum? Weil sie es sich leisten können!

Als Einzeljäger macht ihnen niemand ihre Beute streitig und sie können soviel davon fressen wie sie möchten, oder eben nicht. Dabei sind sie auch noch echte Gourmets – sie fressen nur die Teile der Beute, die ihnen am besten schmecken! Ob ein Futter gefressen wird oder nicht, hängt auch stark mit dem Geruch zusammen, denn die Katze „prüft“ ihr Futter bevor sie es frisst über die Nase!

 

Futterverweigerung

Für die Verweigerung des Futters gibt es verschiedene Ursachen. Diese können harmlos sein, aber auch einen ernsteren Grund haben:

1) Harmlose Ursachen

Katze ist satt: Möglicherweise hat Dein Freigänger heute schon mehrere Mäuse erlegt und gefressen oder wurde vom Nachbarn gefüttert!

Weniger Appetit auf Grund von Hitze: Katzen geht es bei großer Hitze ähnlich wie uns, der Appetit ist einfach nicht so groß!

„Erziehung“ (des Menschen durch die Katze): Viele Katzen merken schnell, was sie tun müssen um anderes Futter zu bekommen, nämlich das angebotene Futter erstmal nicht fressen und laut miauen. Reagiert der Mensch darauf und bietet schnell ein anderes Futter an, so weiß die Katze was zu tun ist, wenn sie lieber etwas anderes fressen möchte.

 

2) Unbekanntes Futter

Ein kurios erscheinender Grund für Futterverweigerung ist: „Was die Katze nicht kennt, frisst sie nicht!“ Kitten schauen sich in den ersten Lebenswochen und Monaten von ihrer Mutter ab, was essbar ist und was nicht. Dies wird „Futterprägung“ genannt. Diese Prägephase erstreckt sich ungefähr bis zum Ende des ersten Lebensjahres. Danach wird es immer schwieriger die Katze an unbekanntes Futter zu gewöhnen. Wenn Du Deiner Katze also etwas anbietest, was sie noch nie zuvor gefressen hat, kann es durchaus sein, dass sie es verweigert.

 

3) Stress und Krankheit

Doch manchmal können auch ernstere Gründe hinter der Futterverweigerung stecken! Deine Katze kann z. B. auch Stress haben oder krank sein:

Stress schlägt auf den Magen: Als sensibles Gewohnheitstier reagiert Deine Katze empfindlich auf Veränderungen. Das kann sich auch in vermindertem Appetit zeigen.

Bei Schmerzen im Maul, z. B. durch eine Zahnfleischentzündung oder Halsweh frisst Deine Katze schlechter oder überhaupt nicht mehr.

Infektionen können den Appetit vermindern: Wenn sich Deine Katze allgemein schlecht fühlt, weil sie eine Infektion eventuell auch noch mit Fieber hat, frisst sie schlecht oder gar nicht. Hat sie Schnupfen, kann sie das Futter nicht über den Geruchssinn prüfen und für gut befinden.

Bauchweh: Wenn Deine Katze Bauchweh hat, wird sie auch schlechter oder nicht fressen.

Zusatzinfo: Katzen können ihr Futter mit Schmerzen verbinden, auch wenn das Futter nicht die Ursache für die Schmerzen war. Dieses Phänomen nennt sich „erlernte Futteraversion“. Typisches Beispiel: Deine Katze war ein paar Tage in einer Tierklinik und frisst jetzt plötzlich ihr vorher heiß geliebtes Futter nicht mehr, das Du ihr auch für den Klinikaufenthalt mitgegeben hattest.

 

Katze hungern lassen?

Immer wieder wird empfohlen, der Katze ihr Futter einfach so lange stehen zu lassen, bis sie es frisst. Doch Katzen sollten, außer Dein Tierarzt hat es für Deine Katze aus medizinischen Gründen angeordnet, nicht hungern. Auf Grund einer Besonderheit im Stoffwechsel können durch das Hungern Lebererkrankungen verursacht werden.

 

Lösungen: Was tun, wenn die Katze nicht frisst?

Wenn Deine Katze mehr als zwei bis drei Tage schlecht frisst und Du ausschließen kannst, dass es an den Temperaturen bzw. am fütternden Nachbarn liegt, bringe sie bitte zum Tierarzt um ernste Ursachen für die Futterverweigerung auszuschließen. Frisst Deine Katze überhaupt nichts, solltest Du sie schon früher dem Tierarzt vorstellen!

Ist Deine Katze gesund, versuche mal Diese Fütterungstipps:

  • Frisches Nassfutter anbieten: Katzen legen großen Wert auf Frische. Ist das Nassfutter, vor allem im Sommer, schon länger im Napf, wird es meist nicht mehr gefressen.

Zusatztipp: Füttere Nassfutter immer portionsweise, z. B. morgens bevor Du das Haus verlässt und abends, wenn Du wiederkommst. Für die Zeit dazwischen ist Trockenfutter am geeignetsten, da es den ganzen Tag ohne Qualitätsverlust stehen bleiben kann.

  • Auch mal standhaft bleiben: Lasse Dich nicht zu sehr von den Vorlieben Deiner Katze lenken und biete ihr nicht sofort ein anderes Futter an.
  • Kein kaltes oder zu heißes Futter anbieten!
  • Ruhiger Ort zum Fressen: Katze sind beim Fressen gern unbeobachtet. Andere Haustiere oder sonstige Störungen können sie leicht vom Napf verscheuchen. Biete Deiner Katze ihr Futter an einem Ort an, an dem sie in Ruhe fressen kann.
  • Verschiedene Sorten füttern: Lege Dich nicht auf eine Futtersorte fest, sondern füttere immer mal was anderes: Am besten variierst Du zwischen verschiedenen Geschmacksrichtungen und Konsistenzen.
  • Kitten an unterschiedliche Futtersorten gewöhnen: Du hast ein Kitten? Gewöhne es in der Futterprägungsphase (bis zum Ende des ersten Lebensjahres) an unterschiedliche Futtersorten (z. B. BARF, Jelly, mit Soße, Paté, Trockenfutter, aber bitte nicht an Diätfutter).

Wenn alles nichts nützt, kannst Du versuchen, Deiner Katze ihr Futter zusätzlich schmackhaft zu machen. Dies gelingt z. B. durch leichtes Erwärmern (Futter riecht dann intensiver) oder Untermischen von besonderen Delikatessen.

Aber Vorsicht: Wenn Deine Katze spezielles Diätfutter auf Grund einer Erkrankung (z. B. Niereninsuffizienz) bekommen muss, solltest Du nicht einfach anderes Futter untermischen ohne vorher mit dem Tierarzt beratschlagt zu haben, was am besten zu tun ist! Das Futter zu erwärmen, um es für die Katze interessanter zu machen, schadet aber in keinem Fall!

 

 

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