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Was jeder über FIP wissen sollte

Was jeder über FIP wissen sollte
FIP ist das Kürzel für eine tödliche Viruserkrankung: „Feline Infektiöse Peritonitis“, die ansteckende Bauchfellentzündung der Katze. Diese heimtückische Infektion ist bei jungen Stubentigern bis zu 4 Jahren eine der häufigsten Todesursachen.

Wie infizieren sich Katzen mit FIP?
Da das Virus mehrere Wochen in der Umwelt überlebensfähig ist, können sich freilaufende Katzen im Prinzip überall anstecken. Tatsächlich machen bis zu 80% aller Katzen eine harmlose Infektion mit dem sogenannten felinen Corona-Virus (FeCoV) durch. Manche Welpen infizieren sich bereits im Saugalter beim Muttertier. Daher können selbst reine Wohnungskatzen erkranken und in der Folge sterben.
Der FIP-Erreger gehört zur Familie der Corona-Viren, die oft harmlose Virusdurchfälle auslösen können. Nach Aufnahme infektiösen Materials über Maul und Nase kommt es zu einer lokalen Infektion der Darmschleimhaut. In mehr als 60% der Fälle wird das Virus mit Hilfe des Immunsystems nach Bildung von körpereigenen Antikörpern nach wenigen Wochen beseitigt, wodurch die Katzen vor einer erneuten Infektion geschützt sind. Bei ca. einem Drittel der Katzen nistet sich das Virus in der Darmschleimhaut ein und vermehrt sich dort über Monate und Jahre in geringer Anzahl. Diese Katzen sind infiziert, zeigen aber keine Krankheitsanzeichen. Sie können aber andere Artgenossen anstecken.

Symptome & Verlauf
Bei bis 15% der Tiere mutiert der Erreger und gelangt in die Blutbahn zu verschiedenen Organen. Die Folge ist eine Entzündung aller kleineren Blutgefäße im gesamten Körper. Diese werden undicht und es kommt zum Austritt von Eiweiß und Blut in die großen Körperhöhlen und in verschiedene Organe. Diese Entzündungsreaktionen führen zu schweren Fieberschüben, Müdigkeit und Inappetenz. Brusthöhlenergüsse führen zu Atemnot, Leberentzündungen und zu typischer Gelbfärbung der Schleimhäute. Einmal ausgebrochen, verläuft die Krankheit immer tödlich.

Was kann der Tierarzt tun?
Durch Blutuntersuchungen kann man den FIP-Antikörper-Titer messen. Er gibt vor allem Auskunft darüber, ob eine Katze bereits Kontakt mit dem Virus hatte. Ein positiver Titer zeigt dies an; er kann aber weder zwischen den harmlosen und tödlichen Viren noch zwischen aktueller oder vergangener Infektion unterscheiden. Diese Katzen dürfen nicht geimpft werden, da sie entweder immun oder bereits infiziert sind. FIP-negative Katzen sollten vorsorglich beim Tierarzt gegen die Virusinfektion geimpft werden, um sie vor zukünftigen Infektionen zu schützen. Die Impfung erfolgt durch Eintropfen einer Lösung in die Nasenlöcher. Frage Deinen Tierarzt, wenn Du eine Katze besitzt, die unter 6 Jahre alt ist und wenn Du unsicher bist, wie Du Dich verhalten sollst.

© Dr. Wieland Beck

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