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Wie alt werden Meerschweinchen?

Die meisten Menschen binden sich eng an ihre Haustiere und trauern, wenn sie versterben. Daher kann bei der Anschaffung eines Tieres die Lebenserwartung ein entscheidender Faktor sein. Schließlich möchte man sich nicht schon nach wenigen Monaten oder Jahren wieder verabschieden müssen. Meerschweinchen gehören in Deutschland zu den beliebtesten Haustieren. Wie alt werden sie durchschnittlich und welche Faktoren wirken sich auf ihre Lebenserwartung aus? Was kann man als Halter selbst tun, um die Gesundheit der Meerschweinchen zu fördern?

Durchschnittliche Lebenserwartung

Durchschnittlich werden Meerschweinchen etwa fünf bis acht Jahre alt. Leider gibt es Tiere, die bereits in einem Alter von drei bis vier Jahren versterben, während andere den Durchschnitt übertreffen und zehn oder sogar zwölf Jahre alt werden. Neben der individuellen Veranlagung ist es insbesondere eine tiergerechte Haltung mit Artgenossen, viel Bewegung und gesundem Futter, die zu einem gesunden und hoffentlich langen Leben beiträgt. Indem Du die wesentlichen Bedürfnisse Deiner Meerschweinchen erfüllst und gut auf Deine Schützlinge Acht gibst, kannst Du durchaus Einfluss auf ihre Gesundheit und somit auf die Länge ihres Lebens nehmen.

Tiergerechte Haltung: Was brauchen Meerschweinchen, um gesund zu bleiben?

Ausreichend Platz

Meerschweinchen mögen es ebenso wenig, eingesperrt zu sein, wie Du selbst. In der Natur leben sie in großen Revieren und legen viele Kilometer am Tag zurück. In der Heimtierhaltung sollte also darauf geachtet werden, ihnen so viel Platz wie möglich zur Verfügung zu stellen. Für zwei Meerschweinchen sollte das Gehege mindestens 2 qm betragen – täglicher Freilauf vorausgesetzt. Für jedes weitere Meerschweinchen muss die Grundfläche um 0,5 qm erweitert werden. Dieses Gehege ist der Rückzugsort Deiner Tiere, ersetzt jedoch einen täglichen Freilauf nicht. Wenn Du darauf achtest, mögliche Gefahrenquellen wie Elektrokabel, giftige Pflanzen oder Essensreste zu vermeiden, kannst Du Deine Tiere frei in der Wohnung laufen lassen. Ist dies nicht möglich, brauchen sie ein entsprechend dimensioniertes Freigehege, zu dem sie bestenfalls jederzeit Zugang haben.

Artgenossen

Meerschweinchen sind Gruppentiere und eine Einzelhaltung widerspricht ihren natürlichen Bedürfnissen. Sie müssen daher mindestens zu zweit gehalten werden. Noch wohler fühlen sie sich in Gruppen von einem (kastrierten) Männchen und mehreren Weibchen. Diese Lebensweise entspricht ihrer Natur. Einzeln gehaltene Meerschweinchen erleiden psychische Schäden, was alles andere als gesundheitsfördernd ist und die Lebenserwartung verkürzt.

Meerschweinchen brauchen Artgenossen, um glücklich zu sein und gesund zu bleiben. 

Beschäftigung

Deine Fellnasen brauchen Beschäftigung, um fit und agil zu bleiben, sowohl körperlich als auch geistig. Eine abwechslungsreiche Gehegeeinrichtung mit Häuschen, Röhren, Brücken, Ästen und vielem mehr trägt dazu bei, dass Deinen Tieren nicht langweilig wird. Auch Übergewicht, das wie bei uns Menschen Ursache zahlreicher Erkrankungen sein kann, wird somit vorgebeugt.

Gesunde Ernährung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist ein weiterer Eckpfeiler eines hoffentlich langen und schönen Lebens. Meerschweinchen haben einen Stopfmagen, was grob gesagt bedeutet, dass von oben immer etwas nachkommen muss, damit die Verdauung funktioniert und das Schweinchen gesund bleibt. Daher brauchen sie durchgängig Zugang zu Futter. Der Speiseplan des Meerschweinchens sollte aus folgenden Komponenten bestehen: frisches Heu, hochwertiges Trockenfutter ohne Zucker und Getreide, Frischfutter und Kräuter. Selbstverständlich braucht das Meerschweinchen stets Zugang zu frischem Trinkwasser.

Vermeidung von Stress

Stress ist nicht nur bei uns Menschen ein Faktor, der sich wesentlich auf die Gesundheit auswirkt, sondern auch bei Meerschweinchen. Sie brauchen ausreichend Rückzugsmöglichkeiten, um sich jederzeit verstecken zu können. Als Fluchttiere bereitet es ihnen große Angst, hochgenommen und herumgetragen zu werden. Dies sollte daher vermieden werden. Begib Dich lieber auf Augenhöhe zu Deinen Tieren, wenn Du Kontakt zu ihnen aufnimmst, und bringe dies auch Deinen Kindern bei. Hinterherrennen sollte ebenfalls tabu sein. Achte außerdem darauf, dass andere Haustiere wie Katzen und Hunde keinen Zugang zu Deinen kleinen Fellnasen haben.

Hygiene

Eine gute Hygiene trägt dazu bei, dass sich Krankheitserreger nicht vermehren können und Deinen Tieren schaden. Achte daher darauf, das Gehege sauber zu halten: Die Meerschweinchen-Toilette oder die „Pipi-Ecke“ sollte täglich gereinigt werden. Köttel sollten ebenfalls so weit möglich entfernt werden. Reste von Frischfutter, die Deine Tiere nicht gefressen haben, solltest Du einmal täglich entfernen. Mindestens einmal pro Woche sollte das gesamte Gehege inkl. aller Einrichtungsgegenstände ordentlich gereinigt und bei Bedarf desinfiziert werden.

Pflege

Auch die Pflege Deiner Meerschweinchen solltest Du nicht vernachlässigen. Sie putzen sich zwar selbst oder gegenseitig, bei langhaarigen Schweinchen kann es jedoch erforderlich sein, zu langes Fell, insbesondere an der Afterregion, zu kürzen. Nutzen sich die Krallen nicht von selbst ab, zum Beispiel durch Steine im Gehege, solltest Du sie bei Bedarf kürzen.

Tipp: Gesundheitscheck: Meerschweinchen versuchen naturgemäß, so lange wie möglich zu verstecken, dass es ihnen nicht gut geht. Zeigen sie deutliche Krankheitsanzeichen, kann es manchmal schon zu spät sein. Daher ist es sinnvoll, einen regelmäßigen „Gesundheitscheck“ durchzuführen, beispielsweise einmal pro Woche im Zuge der Grundreinigung des Geheges. Dabei solltest Du Dir die After- und Genitalregion, Augen, Nase, Ohren und Zähne genau ansehen. So entwickelst Du ein Gefühl dafür, wie Dein Meerschweinchen in gesundem Zustand aussieht, und wirst schnell merken, wenn etwas nicht stimmt. Das regelmäßige Wiegen ist ebenfalls zu empfehlen, da ein Gewichtsverlust schnell gefährlich für die Fellnasen werden kann.

Fazit

Leider haben wir nur begrenzt Einfluss darauf, wie alt unsere Meerschweinchen werden. Manche Krankheiten lassen sich nicht vermeiden, so sehr man sich auch bemüht. So können auch Meerschweinchen in bester Haltung in frühem Alter tödliche Krankheiten entwickeln. Es gibt jedoch Stellschrauben, an denen wir als verantwortungsvolle Tierhalter drehen können, um die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Tiere zu stärken und somit im besten Falle zu einem längeren Leben beizutragen: Eine tiergerechte Haltung mit viel Bewegung, Artgenossen und gesundem Futter bildet die Basis für Lebensqualität und kann sich positiv auf die Lebenserwartung unserer Fellnasen auswirken. 

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