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Steckbrief Perlhuhnbärbling (Danio margaritatus)
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Mit seinem dunklen, von hellen Punkten übersäten Körper und den auffällig rot gezeichneten Flossen gehört der Perlhuhnbärbling (Danio margaritatus) zu den attraktivsten kleinen Süßwasserfischen. Besonders die Männchen entwickeln eine intensive Färbung. Die gesellige Art benötigt eine ausreichend große Gruppe, dichte Bepflanzung, stabile Wasserwerte und eine ruhige, gut strukturierte Umgebung.

Wer diese Bedürfnisse berücksichtigt, kann ein abwechslungsreiches Sozialverhalten beobachten. Perlhuhnbärblinge schwimmen nicht dauerhaft in einem eng geschlossenen Schwarm durch das Becken, sondern verteilen sich häufig locker zwischen den Pflanzen. Dort suchen sie nach Futter, balzen und tragen kleinere Rangordnungsauseinandersetzungen aus. Dieser Steckbrief zeigt, worauf es bei Herkunft, Haltung, Einrichtung, Ernährung und Fortpflanzung des Perlhuhnbärblings ankommt.

Aussehen des Perlhuhnbärblings: Größe, Farben und Geschlechtsunterschiede

Seinen Namen verdankt der Perlhuhnbärbling seinem außergewöhnlichen Muster: Zahlreiche kleine, helle Punkte verteilen sich wie Perlen über den dunklen Körper. Je nach Geschlecht, Alter, Stimmung und Lichteinfall erscheint die Grundfarbe bläulich, blaugrün oder dunkelgrau. Besonders die Männchen können eine intensive stahlblaue bis tiefblaue Färbung entwickeln, während Weibchen und Jungtiere meist etwas blasser erscheinen. Kopf und Rücken können zusätzlich einen grünlichen oder bronzefarbenen Schimmer zeigen.

Auch die Flossen fallen sofort ins Auge. Bei ausgewachsenen Männchen sind Rücken-, Bauch-, After- und Schwanzflosse kräftig rot bis orange gefärbt und von dunklen Streifen durchzogen. Weibchen wirken in der Regel etwas zurückhaltender: Ihre Körperfarbe ist häufig matter, und auch die rötlichen Bereiche der Flossen sind weniger intensiv ausgeprägt. Geschlechtsreife Weibchen besitzen meist einen etwas rundlicheren Bauch, während Männchen schlanker erscheinen. Besonders während der Balz können die Farben der Männchen noch kräftiger hervortreten.

Der Perlhuhnbärbling fällt durch seine helle Punktzeichnung und die intensiv gefärbten Flossen auf. Besonders die Männchen zeigen kräftige Blau- und Rottöne.

Mit einer Körperlänge von etwa 2 bis 2,5 Zentimetern bleibt der Perlhuhnbärbling ausgesprochen klein. Sein Körper wirkt vergleichsweise gedrungen, der Kopf ist kurz und die Schnauze deutlich abgerundet. Jungtiere zeigen zunächst ein angedeutetes streifenartiges Muster. Erst mit zunehmendem Alter löst es sich nach und nach in die für ausgewachsene Tiere typische Zeichnung aus hellen Punkten auf.

Herkunft und natürlicher Lebensraum des Perlhuhnbärblings

 Der Perlhuhnbärbling (Danio margaritatus) stammt aus Myanmar. Der ursprüngliche Fundort liegt nahe der Stadt Hopong im südlichen Shan-Staat, rund 30 Kilometer östlich von Taunggyi und auf etwa 1.040 Metern Höhe. Inzwischen sind weitere Vorkommen aus der Region bekannt, sodass die Art nicht ausschließlich auf den unmittelbaren Typusfundort beschränkt ist.

Perlhuhnbärblinge bewohnen kleine, sehr flache Stillgewässer und Feuchtgebiete, die durch Quellen oder austretendes Sickerwasser gespeist werden. Manche dieser Gewässer sind kaum mehr als 30 Zentimeter tief. Das Wasser ist meist klar, kann durch aufgewirbelten Bodengrund jedoch zeitweise getrübt sein.

Besonders charakteristisch ist die üppige Unterwasservegetation. Dichte Bestände von Wasserpflanzen bieten den kleinen Fischen Schutz, Rückzugsmöglichkeiten und geeignete Bereiche für die Fortpflanzung. Die Gewässer liegen häufig in einer offenen, von Grasland geprägten Landschaft. Der natürliche Lebensraum des Perlhuhnbärblings besteht somit aus einem Mosaik flacher, pflanzenreicher Kleingewässer. Diese Bedingungen geben bereits wichtige Hinweise darauf, wie ein tiergerecht eingerichtetes Aquarium aussehen sollte.

Üppige Unterwasservegetation bietet den kleinen Fischen Schutz und Rückzugsmöglichkeiten. Gleichzeitig dient sie als wichtiger Bereich für Balz und Fortpflanzung.

Verhalten des Perlhuhnbärblings: Sozialverhalten, Balz und Rangordnung

Perlhuhnbärblinge sind friedliche, eher zurückhaltende Kleinfische. Besonders in einer neuen Umgebung oder in einem hellen, wenig strukturierten Aquarium können sie zunächst scheu reagieren und sich häufig zwischen den Pflanzen verstecken. In einem dicht bepflanzten Becken mit ausreichend Deckung werden sie meist deutlich mutiger und lassen sich gut bei der Futtersuche und im sozialen Miteinander beobachten.

Obwohl die Tiere gesellig sind und in einer Gruppe gehalten werden sollten, bilden sie nicht dauerhaft einen eng geschlossenen Schwarm. Häufig verteilen sie sich locker im Aquarium und suchen einzeln oder in kleinen Gruppen zwischen den Pflanzen nach Nahrung. Bei Unsicherheit oder Gefahr können sie jedoch enger zusammenrücken.

Unter geschlechtsreifen Männchen kommt es häufig zu Imponierverhalten und kleineren Rangordnungsauseinandersetzungen. Dabei zeigen sie ihre intensive Färbung, umkreisen einander oder verfolgen sich kurzzeitig. Dieses Verhalten gehört zum natürlichen Sozial- und Fortpflanzungsverhalten der Perlhuhnbärblinge. In einem ausreichend großen und gut strukturierten Aquarium verlaufen solche Begegnungen meist ohne ernsthafte Verletzungen. Dichte Pflanzenbestände und Sichtbarrieren ermöglichen es unterlegenen Tieren, auszuweichen und zur Ruhe zu kommen. Bei fehlenden Rückzugsmöglichkeiten oder einem ungünstigen Geschlechterverhältnis können einzelne Tiere jedoch stärker bedrängt werden.

Während der Balz werben die Männchen mit intensiver Färbung und auffälligen Bewegungen um die Weibchen. Insgesamt sind Perlhuhnbärblinge lebhafte, aber keine hektischen Fische. Ihre eher vorsichtige Art sollte bei der Auswahl geeigneter Mitbewohner berücksichtigt werden, da große, unruhige oder sehr durchsetzungsstarke Fische sie leicht einschüchtern und beim Fressen benachteiligen können.

Tiergerechte Haltung und Pflege von Perlhuhnbärblingen

Aquarium und Gruppengröße

Trotz seiner geringen Körpergröße sollte der Perlhuhnbärbling nicht in einem sehr kleinen oder nur spärlich eingerichteten Aquarium gehalten werden. Für eine Gruppe empfiehlt sich ein Becken mit mindestens 60 Zentimetern Kantenlänge und einem Volumen von etwa 54 bis 60 Litern. Ein größeres Aquarium bietet stabilere Wasserverhältnisse und mehr Platz für Pflanzen, Rückzugsorte und voneinander getrennte kleine Aufenthaltsbereiche und ist daher zu bevorzugen.

Perlhuhnbärblinge sind gesellige Gruppenfische und sollten weder einzeln noch als Paar gehalten werden. Empfehlenswert ist eine Gruppe von mindestens zehn Tieren. In einem entsprechend großen und gut strukturierten Aquarium darf sie gern größer sein. Die Tiere bilden zwar keinen dauerhaft eng geschlossenen Schwarm, profitieren aber von der Sicherheit und den sozialen Kontakten innerhalb der Gruppe.

Eine größere Gruppe ermöglicht es den Fischen, ihr natürliches Sozialverhalten auszuleben. Gleichzeitig verteilt sich das Imponier- und Konkurrenzverhalten der Männchen auf mehrere Tiere. Da die Männchen untereinander kleine Bereiche beanspruchen und sich besonders während der Balz verfolgen können, sind ausreichend Platz und viele Sichtbarrieren wichtig. Lassen sich die Geschlechter beim Kauf bereits sicher unterscheiden, kann ein leichter Weibchenüberschuss günstig sein.

Aquarium einrichten: Pflanzen, Bodengrund, Strömung und Beleuchtung

Ein naturnah eingerichtetes Aquarium kommt den Bedürfnissen des Perlhuhnbärblings besonders entgegen. Da die Art in ihrem natürlichen Lebensraum flache, dicht bewachsene Gewässer bewohnt, sollte auch im Aquarium eine üppige Bepflanzung im Mittelpunkt stehen. Dichte Pflanzenbestände geben den eher vorsichtigen Fischen Sicherheit, dienen als Sichtschutz und schaffen Rückzugsmöglichkeiten. Feinfiedrige Pflanzen und Moose werden außerdem gern zur Eiablage genutzt.

Gut geeignet sind beispielsweise Moose, feinfiedrige Stängelpflanzen und niedrig wachsende Pflanzen im Vorder- und Mittelgrund. Die Seiten und der Hintergrund dürfen dichter bepflanzt sein, während kleinere freie Bereiche zum Schwimmen, zur Futtersuche und zum Beobachten der Tiere erhalten bleiben sollten. Auch Schwimmpflanzen können eingesetzt werden, um einzelne Bereiche zu beschatten und zusätzliche Deckung zu schaffen.

Dichte Pflanzenbestände und Moose vermitteln den eher vorsichtigen Fischen Sicherheit. Kleinere freie Bereiche sollten dennoch zum Schwimmen und zur Futtersuche erhalten bleiben.

Wurzeln, Steine und andere aquariengeeignete Dekorationselemente helfen dabei, das Becken weiter zu strukturieren und Sichtbarrieren zu schaffen. Wichtig ist, dass ausreichend freie Durchgänge erhalten bleiben und keine scharfkantigen Gegenstände verwendet werden, an denen sich die Fische verletzen könnten.

Als Bodengrund eignen sich feiner Kies oder Sand. Ein dunkler Bodengrund bringt die Farben der Perlhuhnbärblinge besonders schön zur Geltung und kann dazu beitragen, dass sich die Tiere weniger ungeschützt fühlen.

Die Strömung sollte eher sanft bis mäßig ausfallen, da Perlhuhnbärblinge aus ruhigen Kleingewässern und nicht aus stark strömenden Flüssen stammen. Der Filter muss dennoch zuverlässig arbeiten und eine gute Wasserqualität gewährleisten. Vor allem bei zu erwartendem Nachwuchs sollte sein Ansaugbereich so gesichert werden, dass Eier, Larven oder Jungfische nicht hineingelangen können.

Die Beleuchtung darf ausreichend hell für einen guten Pflanzenwuchs sein. Dichte Pflanzenbestände, gegebenenfalls Schwimmpflanzen und unterschiedlich stark beleuchtete Bereiche sollten den Fischen jedoch die Möglichkeit geben, zwischen offenen und geschützten Zonen zu wählen. So entsteht ein abwechslungsreich strukturiertes Aquarium, in dem sich die kleinen Bärblinge sicher fühlen und zugleich gut beobachten lassen.

Wasserwerte und Wasserpflege

Perlhuhnbärblinge benötigen sauberes, gut mit Sauerstoff versorgtes Wasser und möglichst stabile Bedingungen. Für die Haltung eignet sich eine Wassertemperatur von etwa 20 bis 24 °C. Vorübergehend werden in der Regel auch etwas höhere Temperaturen vertragen, dauerhaft hohe Wassertemperaturen sollten jedoch vermieden werden.

Der pH-Wert sollte möglichst im neutralen bis leicht alkalischen Bereich liegen, etwa zwischen 6,8 und 7,5. Bei der Wasserhärte zeigt sich die Art vergleichsweise anpassungsfähig. Gut geeignet ist weiches bis mittelhartes Wasser; auch etwas härteres Wasser wird bei stabilen Bedingungen häufig vertragen.

Wichtiger als das genaue Einhalten eines einzelnen Idealwerts ist, dass Temperatur, pH-Wert und Wasserhärte möglichst stabil bleiben. Plötzliche oder starke Veränderungen können die kleinen Fische erheblich belasten.

Vor dem Einsetzen der Perlhuhnbärblinge muss das Aquarium biologisch stabil eingefahren sein. Ammonium beziehungsweise Ammoniak und Nitrit dürfen mit den üblichen Aquarientests nicht nachweisbar sein. Der Nitratwert sollte durch einen angemessenen Besatz, eine angepasste Fütterung, eine gute Bepflanzung sowie regelmäßige Teilwasserwechsel möglichst niedrig gehalten werden.

In der Regel empfiehlt sich ein wöchentlicher Teilwasserwechsel von etwa 20 bis 30 Prozent. Der tatsächliche Bedarf hängt unter anderem von der Besatzdichte, der Futtermenge, der Bepflanzung und den gemessenen Wasserwerten ab. Das Frischwasser sollte hinsichtlich Temperatur, pH-Wert und Härte möglichst gut zum Aquarienwasser passen, damit abrupte Veränderungen vermieden werden. Leitungswasser muss bei Bedarf mit einem geeigneten Wasseraufbereiter behandelt werden.


Stabile Wasserwerte und eine gute Wasserqualität bilden die Grundlage für gesunde, aktive und farbenprächtige Perlhuhnbärblinge. 

Der Filter sollte zuverlässig arbeiten, ohne eine zu starke Strömung zu erzeugen. Bei der Reinigung genügt es meist, stark verschmutztes Filtermaterial vorsichtig in entnommenem Aquarienwasser auszuspülen. Eine vollständige oder zu gründliche Reinigung kann einen großen Teil der wichtigen Filterbakterien entfernen und sollte daher vermieden werden.

Auch der Bodengrund sollte bei Bedarf vorsichtig und abschnittsweise gereinigt werden. Dabei genügt es in der Regel, sichtbare Futterreste und größere Mulmansammlungen abzusaugen. Eine großflächige und gründliche Reinigung des gesamten Bodengrunds auf einmal kann das biologische Gleichgewicht unnötig stören.

Regelmäßige Kontrollen von Temperatur, pH-Wert, Nitrit und Nitrat helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Besonders während der Einfahrphase oder bei Auffälligkeiten sollte zusätzlich der Ammonium- beziehungsweise Ammoniakwert überprüft werden. Entscheidend ist eine regelmäßige und behutsame Pflege: Stabile Wasserverhältnisse sind für Perlhuhnbärblinge wichtiger als das ständige Nachregulieren einzelner Werte.

Ernährung von Perlhuhnbärblingen

Der Perlhuhnbärbling ernährt sich überwiegend von kleinen tierischen Organismen. In seinem natürlichen Lebensraum nimmt er vermutlich vor allem Zooplankton, kleine Wirbellose und Insektenlarven auf. Im Aquarium sollte das Futter abwechslungsreich und an das kleine Maul der Fische angepasst sein.

Als Grundfutter eignen sich hochwertiges, fein zerriebenes Flockenfutter oder sehr kleine, langsam sinkende Mikrogranulate. Ergänzend können regelmäßig geeignete Lebend- und Frostfuttersorten angeboten werden. Gut geeignet sind beispielsweise Artemia-Nauplien, Cyclops, kleine Wasserflöhe und Mikrowürmer. Größere Futtertiere und grobe Futterstücke können die kleinen Fische aufgrund ihres kleinen Mauls häufig nicht aufnehmen.

Lebendfutter regt das natürliche Such- und Jagdverhalten an und wird von vielen Perlhuhnbärblingen besonders gern angenommen. Auch geeignetes Frostfutter kann den Speiseplan sinnvoll ergänzen. Es sollte vor dem Verfüttern vollständig aufgetaut und bei Bedarf zerkleinert werden. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung unterstützt die Kondition, die Farbenpracht und die Fortpflanzungsbereitschaft der Tiere.

Gefüttert werden am besten ein- bis zweimal täglich kleine Portionen, die innerhalb kurzer Zeit vollständig aufgenommen werden. Da Perlhuhnbärblinge ihre Nahrung bevorzugt im mittleren Wasserbereich aufnehmen, sollte das Futter nicht ausschließlich an der Wasseroberfläche verbleiben, sondern teilweise langsam absinken. In einem Gesellschaftsaquarium ist außerdem darauf zu achten, dass die kleinen, mitunter zurückhaltenden Fische nicht von größeren oder deutlich schnelleren Mitbewohnern vom Futter verdrängt werden.

Zu große Futtermengen belasten die Wasserqualität und können der Gesundheit der Tiere schaden. Deshalb ist es besser, kleine Portionen anzubieten, die Fütterung abwechslungsreich zu gestalten und darauf zu achten, dass alle Fische ausreichend Nahrung aufnehmen.

Zucht und Fortpflanzung des Perlhuhnbärblings

Perlhuhnbärblinge sind Freilaicher und betreiben keine Brutpflege. Balzende Männchen halten sich häufig in dicht bewachsenen Bereichen auf und versuchen, kleine Laichplätze gegenüber anderen Männchen zu behaupten. Nähert sich ein laichbereites Weibchen, präsentiert das Männchen seine Flossen und begleitet es zwischen feine Pflanzen, Moose oder anderes geeignetes Laichsubstrat. Dort werden meist wenige Eier abgelegt und äußerlich befruchtet.

Die kleinen Eier werden einzeln oder in lockeren Gruppen zwischen der Vegetation abgelegt. Bei einem einzelnen Laichvorgang gibt das Weibchen meist nur wenige Eier ab, kann unter günstigen Bedingungen jedoch über mehrere Tage hinweg wiederholt laichen. Auf diese Weise können insgesamt auch einige Dutzend Eier zusammenkommen. Da die erwachsenen Fische weder die Eier noch die Jungtiere schützen und den Laich teilweise fressen, kommen im normalen Gesellschaftsaquarium meist nur einzelne Jungfische durch.

Für eine gezielte Nachzucht empfiehlt sich ein separates, biologisch stabiles Zuchtaquarium. Als Laichsubstrat eignen sich feinfiedrige Pflanzen, dichte Moospolster oder ein Laichmopp. Ein Laichrost oder eine Schicht geeigneter, gründlich gereinigter Glasmurmeln kann zusätzlich dafür sorgen, dass die abgesunkenen Eier für die erwachsenen Tiere nicht mehr erreichbar sind. Nach dem Ablaichen sollten die Elterntiere aus dem Becken genommen werden, da sie die Eier fressen können.

Abhängig von der Wassertemperatur schlüpfen die Larven meist nach etwa drei bis fünf Tagen. Zunächst halten sie sich gut getarnt und nahezu regungslos zwischen Pflanzen, am Bodengrund oder an anderen Strukturen auf. Erst einige Tage später schwimmen sie frei und beginnen, selbstständig Nahrung aufzunehmen.

Da die Jungfische anfangs ausgesprochen klein sind, benötigen sie entsprechend feines Futter. Geeignet sind beispielsweise Infusorien, Pantoffeltierchen oder anderes feinstes Aufzuchtfutter. Sobald die Tiere groß genug sind, können zusätzlich Artemia-Nauplien und Mikrowürmer angeboten werden. Mehrere sehr kleine Fütterungen über den Tag verteilt sind sinnvoll. Gleichzeitig muss die Wasserqualität sorgfältig überwacht werden, da nicht aufgenommenes Futter das kleine Aufzuchtbecken schnell belasten kann.

Die Jungfische wachsen zunächst eher langsam. Nach einigen Wochen ähnelt ihre Körperform zunehmend der ausgewachsener Tiere. Das typische Punktmuster und die kräftigere Färbung entwickeln sich anschließend nach und nach.

Häufige Fragen und Antworten zum Perlhuhnbärbling

Wie groß werden Perlhuhnbärblinge?

Perlhuhnbärblinge bleiben mit etwa 2 bis 2,5 Zentimetern Körperlänge sehr klein. Trotz ihrer geringen Größe benötigen sie ein gut strukturiertes Aquarium mit ausreichend Platz für eine größere Gruppe und mehrere Rückzugsbereiche.

Wie viele Perlhuhnbärblinge sollte man zusammen halten?

Perlhuhnbärblinge sollten in einer Gruppe von mindestens zehn Tieren leben. In einem ausreichend großen und dicht bepflanzten Aquarium darf die Gruppe gern größer sein. Eine Einzel- oder Paarhaltung entspricht nicht ihrem natürlichen Sozialverhalten.

Sind Perlhuhnbärblinge Schwarmfische?

Perlhuhnbärblinge sind gesellige Gruppenfische, schwimmen jedoch nicht dauerhaft in einem eng geschlossenen Schwarm. Häufig verteilen sie sich locker zwischen den Pflanzen und zeigen dort ihr natürliches Sozialverhalten. Bei Störungen oder wahrgenommener Gefahr rücken sie meist enger zusammen. Dennoch sollten sie immer in einer ausreichend großen Gruppe gehalten werden.

Welche Aquariengröße benötigen Perlhuhnbärblinge?

Für eine Gruppe empfiehlt sich ein Aquarium mit mindestens etwa 60 Zentimetern Kantenlänge und einem Volumen von rund 54 Litern. Neben der reinen Beckengröße ist eine gut strukturierte Einrichtung mit dichter Bepflanzung, Sichtschutz und ausreichend freien Bereichen zur Futtersuche besonders wichtig.

Können Perlhuhnbärblinge in einem unbeheizten Aquarium leben?

Das ist möglich, wenn die Wassertemperatur ganzjährig stabil im geeigneten Bereich von etwa 20 bis 24 °C bleibt. Das Aquarium darf im Winter nicht zu stark auskühlen und sich im Sommer nicht dauerhaft übermäßig erwärmen. Ein zuverlässiges Thermometer ist deshalb auch in einem unbeheizten Aquarium unverzichtbar.

Sind Perlhuhnbärblinge für Anfänger geeignet?

Perlhuhnbärblinge können von aufmerksamen Einsteigern gehalten werden, sind jedoch keine völlig anspruchslosen Fische. Sie benötigen ein biologisch stabil eingefahrenes Aquarium, möglichst konstante Wasserwerte, feines, an ihr kleines Maul angepasstes Futter und eine ruhige, gut strukturierte Umgebung. Sehr kleine Aquarien verzeihen Pflegefehler zudem weniger gut als größere Becken.

Warum verstecken sich meine Perlhuhnbärblinge?

Ein gewisses Maß an Zurückhaltung ist bei dieser Art normal. Besonders nach dem Einsetzen in ein neues Aquarium können sich Perlhuhnbärblinge zunächst häufiger verstecken. Hält dieses Verhalten länger an, können unter anderem eine zu helle oder spärlich bepflanzte Umgebung, eine zu kleine Gruppe, ungeeignete Wasserwerte, eine starke Strömung oder unruhige Mitbewohner die Ursache sein. Dichte Pflanzenbestände, Sichtbarrieren und ruhigere, gegebenenfalls durch Schwimmpflanzen beschattete Bereiche geben den Tieren Sicherheit.

Welche Fische passen zu Perlhuhnbärblingen?

Geeignet sind kleine, ruhige und friedliche Arten mit ähnlichen Ansprüchen an Temperatur und Wasserwerte. Dazu können beispielsweise kleine Bärblinge, friedliche Zwergpanzerwelse oder andere zurückhaltende Kleinfische gehören. Große, hektische oder sehr futterstarke Arten sind ungeeignet, da sie die Perlhuhnbärblinge einschüchtern oder beim Fressen verdrängen können. Auch an Flossen zupfende oder ausgesprochen territoriale Fische sollten nicht mit ihnen vergesellschaftet werden.

Fressen Perlhuhnbärblinge Garnelennachwuchs?

Sehr kleine, frisch geschlüpfte Garnelen können von Perlhuhnbärblingen als Beute betrachtet und gefressen werden. Ausgewachsene Zwerggarnelen sind dagegen meist nicht gefährdet. Eine dichte Bepflanzung sowie Moose und andere feine Verstecke erhöhen die Überlebenschancen des Garnelennachwuchses. Eine vollständige Sicherheit bieten sie jedoch nicht.

Wie alt werden Perlhuhnbärblinge?

Bei guter Haltung können Perlhuhnbärblinge etwa drei bis fünf Jahre alt werden. Die tatsächliche Lebenserwartung hängt unter anderem von Wasserqualität, Ernährung, Herkunft, genetischer Veranlagung und allgemeiner Gesundheit ab.

Springen Perlhuhnbärblinge aus dem Aquarium?

Wie viele kleine Fische können auch Perlhuhnbärblinge bei Stress, plötzlichem Erschrecken oder ungünstigen Haltungsbedingungen aus dem Wasser springen. Das Aquarium sollte deshalb sicher abgedeckt sein. Auch Öffnungen für Kabel, Schläuche und andere Technik sollten so klein sein, dass kein Fisch hindurchgelangen kann.


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